#9 - Berufseinsteiger aufgepasst: Die 7 teuersten Fehler mit dem ersten Gehalt.

Shownotes

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Die 6 goldenen Regeln für rationales Investieren: 1. Ruhe bewahren – Kognition statt Emotion, Volatilität aushalten. 2. Dispositionseffekt vermeiden – Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen. 3. Einfachheit & Diversifikation – breit streuen, Kern-Satelliten-Strategie nutzen. 4. Antizyklisch handeln – günstig einkaufen, teuer verkaufen. 5. Kosten im Blick behalten – Aktivität gezielt steuern, unnötige Gebühren vermeiden. 6. Pareto-Prinzip nutzen – mit den wichtigsten 20 % der Maßnahmen 80 % Wirkung erzielen.

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Alexandra Weck: Guten Morgen wieder zum Börsenbrain, ihr Podcast zum Thema Anlegerpsychologie. Mein Name ist Alexandra Weck und ich habe natürlich heute wieder den absoluten Experten auch zum Thema Anlegerpsychologie, Nikolaus Kreuz, mit an Bord. Moin moin Herr Kreuz.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Moin Moin aus Hamburg

Alexandra Weck: Heute geht es ein Thema, was so gut wie jeden betrifft, denn wir reden heute über das erste eigene Gehalt und wir wollen uns heute aber auch einem ganz wichtigen Thema widmen und vielleicht auch ein bisschen Spielverderber sein, weil wir uns auch mit dem Thema Buy Now Pay Later beschäftigen und ich habe da zum Start noch mal ein paar Statistiken. mitgebracht, dass aktuell tatsächlich, wenn wir jetzt mal auf die USA auch gehen, fast 90 Millionen Nutzer bereits buy now, pay later benutzen. Und das ist insbesondere die junge Generation, also gerade die Berufseinsteiger, die gerade auch ihr erstes Geld verdienen. Und warum das so schockierend ist, ist eben auch, dass dieses Thema einfach in die Schuldenfalle führt. Und wir möchten heute die Folge dazu auch nutzen, gerade Berufseinsteigern smarte Tipps an die Hand zu geben, aber auch zu zeigen, was sind denn die Gefahren, die auch dahinter stecken, wenn man sich mit Anlegerpsychologie eben nicht ausreichend auch beschäftigt. Und daher wollen wir heute einsteigen in das Thema Herr Kreuz mit etwas was uns alle betrifft, unser erstes eigenes, richtiges Gehalt. das erste richtige Geld, das wir so verdienen. Wir können uns glaube ich alle noch dran erinnern an den ersten Lohnzettel. Aber wie, aber wie viel war es bei Ihnen? Ich sag's dann auch. Also ja zu wenig bei mir auch.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ja, lauf doch! Vielen So bene.

Alexandra Weck: eine Ausbildung gemacht, eine Bankausbildung, die ja in Deutschland, muss man sagen, ja noch zu den besser bezahlten Ausbildungsberufen zählt. Und ich habe damals auf meinem ersten Lohnzettel 700 Euro und noch was gehabt und in meinem ersten richtigen Job nach der Ausbildung auch zu wenig, weil ich habe dummerweise in München gelebt und München war einfach damals auch teurer als andere Städte. Und das bedeutete eben dass ich mit meinen 1600 Euro Netto nicht wirklich weit gekommen bin. Aber gut, damit wollen wir gerade mal einsteigen. Wie geht man psychologisch und praktisch mit dem ersten Gehalt um?

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ja, also ich kam frisch von der Uni. Ich war jung, ich brauchte auch damals das Geld. Es war vierstellig, das darf ich sagen. Zu D-Mats Zeiten, ich hatte aber auch zwei Kinder, eine wunderbare Frau und das musste alles auch unterhalten werden, finanziert werden. Von daher, war auch damals... Ja, die Decke war kurz, wenn man sie nach oben zog, fehlt das ein bisschen an den Füßen und umgekehrt. Von daher, wie fühlt man sich? Man kann das vielleicht damit zusammenfassen, dass man sagt, man fühlt sich ja wie Rockefeller. Das ist erste eigene Gehalt, das man sich so selber quasi wirklich auch verdient, in Anführungsstrichen. Da passiert vieles psychologisch. Das erste eigene Geld verdient, ist es halt auch ein

Alexandra Weck: Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: das Gefühl, erste Mal ein regelmäßiges Einkommen zu haben, höheres Einkommen als das, was man vielleicht von den Eltern bekommen hat oder auch an BAföG. Das löst einen sehr viel höheren Dopaminausstoß aus, weil das eben nicht nur dreistellig, sondern dann auch wahrscheinlich vierstellig ist. Möglichst hoffentlich auch im höheren vierstelligen Bereich. Viele fühlen sich das erste Mal belohnt auch und kaufen sich natürlich davon auch Statussymbolen. Also psychologisch ist das, glaube ich, eine Mischung zwischen Belohnungsdang und sozialen Vergleichsverhalten. Man gönnt sich ja was. Man hat sich vor vieles vielleicht noch verkniffen. Jetzt hat man was geschafft, guckt aufs Konto, jubelt auch ein bisschen. Ja, das ist dann der bekanntliche Kontokater, wenn man dann nach dem Shoppingrausch mal dann auf das Konto schaut. Also der erste wird gelernt.

Alexandra Weck: Das heißt ja auch... Es heißt ja auch, am Ende des Kontos ist immer noch zu viel Monat übrig.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Die Jahre am Ende des Kontos ist zu viel Monat übrig. Am Ende des Monats ist zu viel Konto übrig. Am Ende des Kontos.

Alexandra Weck: Nee, umgekehrt. Am Ende des Kontos ist zu viel Monat übrig. Ja, also das sind dann so die Studententage, wenn man dann nur noch Nudeln mit Ketchup isst oder Tomatensauce.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ja, da können wir wieder einsteigen. hat eine sehr schöne…

Alexandra Weck: Genau. Ja. Nein, also ich kann das total nachvollziehen, was Sie gerade gesagt haben, weil mir ging es genauso. ich hab, wann hab ich das erste Mal Geld verdient? Ich hab tatsächlich vor der Ausbildung schon mal Geld verdient, also natürlich so auch Nebenjobs und so kleinere Sachen. Aber ich hatte dann einen ganz tollen Nebenjob. Den konnte man nämlich in Solingen, meiner Heimatstadt, sehr gut machen, war auch ultra beliebt, nämlich bei Haribo in den Ferien am Band arbeiten. Knochenhart morgens sechs schicht beginn das schöne war aber man war 14 Uhr fertig Und ich hatte gedacht wunderbar dann kann ich ja immer noch nach 14 Uhr richtig viel machen aber ich hatte total unterschätzt als 16 jähriges medel wie anstrengend so ein Industriejob ist und eigentlich habe ich dann den restlichen tag einfach nur im Bett gelegen oder nicht mehr wirklich so viel gemacht weil man musste am nächsten morgen 6 Uhr wieder zum Schichtbeginn antreten. Aber der Vorteil war, es war ja brutto gleich netto. Das heißt, ich habe mich genauso gefühlt, wie sie gerade beschrieben haben, wie Rockefeller, weil ich habe irgendwie in drei Wochen damals, und Haribo hat auch immer über Mindestlohn gezahlt, also sehr gut, und wenn es dann natürlich brutto gleich netto ist, dann fühlt man sich genauso, und was habe ich gemacht? Raten Sie mal, was habe ich gemacht?

Nikolas Kreuz - INVIOS: Sie sind shoppen gegangen, vermutlich.

Alexandra Weck: Genau, ich bin shoppen gegangen und das Geld ist dann auch schnell wieder weg und ich kann mich noch erinnern, meine Eltern haben damals gesagt, warte mal ab später, wenn du dann mal deine eigenen Kosten alle finanzieren musst, Urlaube, Miete, Strom, Handy, Steuern, also auch dieses Konzept, Steuern zahlen, dann bleibt da gar nicht mehr so viel übrig von deinem Gehalt. Ich konnte mir das gar nicht vorstellen. Und dann, als ich dann eben in München damals gearbeitet hatte und meine 1600 Netto übrig hatte, wo ich dachte so, Steuerklasse 1 natürlich, wo ich meine 1600 Netto übrig hatte und es blieb nichts übrig, wirklich kein Monat, da habe ich dann das erste Mal verstanden, wie das System funktioniert. Und deswegen...

Nikolas Kreuz - INVIOS: Wichtiger ist der Kratiker.

Alexandra Weck: habe mir auch so Statussymbole gegönnt und dann natürlich das nächste Problem war. Und ich kann jeden total verstehen, der auch durch diese Phase durchgeht. Weil ich hatte natürlich durch den Job im Investment Banking trotzdem wenig Gehalt, war halt so. Hat man natürlich Menschen sich herum, die auf einer ganz anderen Ebene mit Geld umgehen. Und man möchte natürlich auch irgendwie

Nikolas Kreuz - INVIOS: ist.

Alexandra Weck: so mithalten. Also das ist ja auch dann das Gefährliche. Wo kommt das wieder auch psychologisch her? Also ich hab zwar schon eine Idee und vielleicht der eine oder andere Zuhörer auch, aber man hat dann so viele Menschen sich rum, die einfach einen ganz anderen Lebensstil haben und wo man immer denkt, okay, da muss ich jetzt irgendwie einfach mithalten.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ja, genau. Also wir sind soziale Wesen. Wir wollen geliebt werden. Und natürlich versuchen wir das auch mit entsprechenden Attributen zu unterlegen. Wir wollen uns vielleicht auch einer Gruppe zugehörig fühlen, tragen dann entsprechend die teuren Klamotten, Markenklamotten etc. Also das ist rein psychologisch. gut belegbar mit dem ewigen Drang als soziales Wesen aufgenommen zu werden im Kollektiv. Wir wollen nicht einsam sein. Wir wollen geliebt werden. Aber die Klassiker, die Sie gerade aufgeführt haben, so typischen Erstausgaben und die größten Fehler sind unter anderem auch Autolesing, dass man sich monatlich... Okay, dann...

Alexandra Weck: Ach, Auto konnte ich mir gar nicht leisten in München. Aber ich weiß, was Sie meinen. Gerade in Deutschland ist ja... Und da muss man ja auch sagen, das Thema Auto wird... Also, man kann ja in Deutschland, selbst wenn man keine Kredite und nix bekommt, warum auch immer, weil man... Wir reden da auch später noch mal über dieses Thema Schuldenfalle und wie gefährlich das ist. selbst wenn man in Deutschland nichts mehr bekommt, gefühlt... Man bekommt immer eine Autofinanzierung, also da scheint die Lobbyarbeit sehr gut zu funktionieren, weil ich sehe das auch immer wieder, dass Menschen einfach Autos fahren, die so weit über ihrem Standard liegen und das ist dann halt geleast und es ja, aber machen sie mal bitte weiter.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ja, nein, das ist der wichtigste Punkt. der Irrsinn ist ja, ich stecke den Schlüssel rein, drehe einmal um, ist das Ding nur noch 50 Prozent wert. Das verliert einfach dann auch sehr, schnell an Wert. Dann der zweite Punkt ist zu teure Wohnung, dass man statt 25 Prozent von Nettaeinkommen sind dann auch 40 Prozent oder mehr sogar weg in der aktuellen Miet Situation. Also wenn man sich das Gesamteinkommen von vielleicht auch der Freundin oder den Freund, wenn man das zusammenlegt, wenn man da eine gemeinsame Wohnung bewirtschaftet, über einen dicken Daumen sollte das nicht mehr als 40 Prozent des gesamten Nettoeinkommens ausmachen. Und dann hatten sie ja gerade.

Alexandra Weck: ist in München schwer gewesen, muss ich auch sagen. Ich hatte damals wirklich sehr viel Glück. Ich hatte eine nicht so teure Wohnung, nicht weit von der Arbeitsstelle entfernt und auch in einer guten Gegend. Aber tendenziell ist gerade in so Städten wie München es nicht machbar, ein Viertel für die Wohnung auszugeben. Das war...

Nikolas Kreuz - INVIOS: weiter anreisen. Sie können mit den Deutschlandkrediten dann 63 Euro kostet nächstes Jahr.

Alexandra Weck: Herr Kreuz, heute ja, das stimmt, aber ich habe dazu eine ganz spannende Statistik. Also wir wollen nur mal ganz kurz, München ist natürlich nicht ganz Deutschland, das ist klar, aber damals in München war es über 40 Prozent, was für die Miete draufgegangen ist, weil das Problem damals war, da gab es das Deutschland-Ticket ja auch noch nicht, je weiter man in München nach rausgeht, da hat man ja zwei Probleme. Wenn man in den Süden geht, kommt man in die noch teureren Gebiete. Das heißt, der Speckgürtel rund München hört eigentlich erst an der österreichischen Grenze wieder auf, weil halt die ganzen Naherholungsgebiete und Touristengebiete dort sind. Richtung Norden kommt man dann schon wieder Richtung Ingolstadt, wo natürlich die ganzen gut verdienenden Audianer auch den Wohnungsmarkt angespannt halten. Das heißt, München, das hatte mal jemand ausgerechnet, in München lohnt es sich erst ab 200 Kilometern auswärts spart man die Miete gegenüber der Anreise. Also so weit geht der Speckgürtel München. Aber Sie haben natürlich Recht.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Das

Alexandra Weck: günstigere Wohnungen auf jeden Fall in vielen anderen Städten auf jeden Fall machbar. Ja, also wenn man zum Beispiel nach Düsseldorf oder Köln, Köln ist ja auch so ein Beispiel, sehr angespannt, sehr teuer und es gibt viele Städte drumrum in der Peripherie, wo man vielleicht nicht ganz so schön wohnt wie mit Blick auf den Dom, aber durchaus bezahlbare Wohnungen findet.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ja, und da ist also so als Daumen, Pi mal Daumengröße geht nach wie vor maximal ein Drittel, also 25, 30 Prozent, 40 oder 50 oder 60 Prozent. Das passt nicht zusammen. Und dann ist es natürlich auch der Konsum von Elektronik, Markenartikel, Reisen auf Punkt. sind also die größten Fehler sind eigentlich, diese Ausgaben so weit zu exponieren, dass man

Alexandra Weck: Okay.

Nikolas Kreuz - INVIOS: sich endlich am Ende das auch gar nicht leisten kann und auf dieser Verzicht, jetzt Konsum, jetzt sofort. Das ist natürlich auch bei uns der Nuclear St. Cubans, der uns letztendlich das Dopamin ausstoßen lässt. Wir können die das Bezahlen nach hinten verlegen. Wir werden da sicherlich ja auch gleich mal drüber sprechen und kommen so in eine Verschuldungsspirale, weil wir auch den Zinses Zinseffekt, der darüber hinaus entsteht, gar nicht begreifen. Dann ist es einfach auf eine gewisse Bildungssituation. Man stellt überproportional viele Menschen in der Verschuldungsspirale und am Ende dann auch, wenn sie die Hand heben müssen, weil der Kuckuck irgendwo draufklebt, Privatinsolvenz etc. Das merkt man schon, dass das bei bestimmten bildungsferneren Schichten eher der Fall ist. hier jetzt, dass sich bedienen, sich erfüllen wollen und am Ende dafür dann zu bezahlen und dann noch teurer.

Alexandra Weck: Mmh. Ich habe die Tage auch von einem Influencer, in dem Fall ein ganz spannendes Video, aber auch gesehen. Der hat ein anderes Video gezeigt von einer jungen Frau, die auch im Internet einfach über dieses Thema spricht, Schuldenfalle und so. Ich glaube, die ist 22 oder 23 und hat halt einfach erzählt, dass sie ...

Nikolas Kreuz - INVIOS: Danke.

Alexandra Weck: über 30.000 Euro Schulden angehäuft hat wirklich nur durch Konsum und dass sie das jetzt alles irgendwie abzahlt und dann hatte dieser Influencer dieses Video geteilt und dann hat er gefragt, wer ist denn von euch in einer ähnlichen Lage oder schreibt mal drunter und da haben super viele Leute geschrieben, alles junge Menschen. Ja, ich habe 25.000 Euro Schulden und dieses und jenes und es sind halt oft Kreditkartenschulden, wo es dann einfach, und das haben Sie ja auch gerade gesagt, ich meine der Zinseszinseffekt, der uns hilft beim Investieren, der ruiniert uns natürlich bei sowas, weil am Ende ist man ja nur noch in der Lage, die Kreditkartenschulden Zinsen zu bezahlen und man zahlt ja nie wieder den Betrag zurück und das ist ja einfach das Gefährliche. Und man muss sich auch eins bewusst sein, haben ja in Deutschland gibt es ja die Schufa, wo man seine Meinung darüber haben kann, wie man möchte, aber grundsätzlich ist es einfach so, wenn man dort einmal einen negativen Eintrag hat, dann bekommt man keine Mietwohnung mehr. Oder wenn mal was kaputt geht wie der Laptop und man kann sich keinen neuen leisten und man braucht ihn aber zum Arbeiten, man bekommt dann einfach auch, also es ist halt wirklich eine sehr gefährliche Spirale und ich glaube dessen sind sich einfach viele junge Menschen auch nicht bewusst. Und genau wie Sie gerade gesagt haben, wir wollen immer den schnellen Konsum, die schnelle Belohnung und wir wollen es nicht aufschieben und es ist einfach sehr, sehr gefährlich und deswegen wollen wir heute gerade über dieses Thema ja auch sprechen, das erste Geld. Nehmen wir mal an, wir haben jetzt einen Berufseinsteiger und der verdient ein bisschen was und hat So ein paar Sachen auch übrig. Also wie viel sollte jetzt so ein Berufseinsteiger auch sparen, ohne dass wir trotzdem ihm die Laune am Geld auch verderben? Weil alles muss ja nicht sein, ne?

Nikolas Kreuz - INVIOS: Das ist richtig, das geht ja auch nicht, aber das ist der Zielkonflikt, mit dem man sich selber auseinandersetzen muss. Die Faustregel heißt eigentlich mindestens 20 Prozent. Das geht natürlich bei einem kleineren Gehalt, Anfangsgehalt nur sehr, schwer, aber ich will vielleicht mal eine andere Zahl in den Raum werfen.

Alexandra Weck: Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Wenn man frühzeitig beginnt und zwar 500 Euro monatlich spart bei einem Kapitalmarktrendite üblich bei 6 Prozent, 500 Euro monatlich gespart, dann hat man nach 25 Jahren etwa eine Million Euro mit Zinseszinseffekt erzielt. Ich habe einige Banker kennengelernt, die jung begonnen haben, genau nach diesem Motto zu sparen. Damals gab es noch keine ETFs. Das sind gute Investmentfonds angelegt. Die sind sehr vermögend geworden. Aber auch nur durch Disziplin, durch Ruhe und Geduld. Also wenn man das zum 15. eines Monats macht, dann ist das durchaus über den langen Zeitraum absolut sinnvoll. Also wenn es die 20 Prozent sind, nicht sind, dann sollte man zusehen, möglichst an die 20 zu ranzukommen. Selbst 5 Prozent lohnen sich am Anfang, weil man nach hinten raus eben auch einen Zinseszinseffekt hat. Dann gibt es den klassischen Not-Croshen. Der hat nichts mit der Investition zu tun. Grundsätzlich sagt man auch da drei Monatsgehälter. Das sollte man täglich verfügbar. Vielleicht in Geldmark-Fonds oder in Tagesgeld. Das sollte absolut sicher angelegt sein und kurzfristig verfügbar sein. Und dann zur Investition. Wenn wir sagen, wir sparen uns da bis zu 20 Prozent ran, dann über ETF-Sparpläne macht absolut Sinn.

Alexandra Weck: Okay, und jetzt, ich kann mich ja auch in die jungen Menschen hineinversetzen, die vielleicht auch weniger, wirklich weniger verdienen. es gibt ja auch Ausbildungsberufe, wo man einfach auch erstmal wenig verdient, leider. Und ich finde es auch super schade und es ist auch absolut, es macht einfach keinen Sinn, dass ich sag mal ein Bankazubi das Doppelte verdient wie ein

Nikolas Kreuz - INVIOS: Vielen

Alexandra Weck: Friseurazubi, Bäckerazubi, Restaurantfachleute. meine gerade in der heutigen Zeit in den Dienstleistungsberufen sind viele Leute nicht da oder knapp. Also die sollten eigentlich incentiviert werden über mehr Geld. Aber wir können es jetzt leider nicht ändern. Aber wenn jetzt jemand wirklich nur mal 500 verdient, 600 oder auch mal 1000, dann sind natürlich 500 Euro einfach jenseits von Gut und Böse. Das heißt, hier würden sie aber auch sagen, so viel wie geht, wie einfach machbar ist, frühzeitig schon weglegen. Weil am Ende, klar, wenn man das mal drei Jahre durchzieht, man freut sich richtig drüber. was ich aber auch sehe, und ich kenne das auch von mir selber, Man ist leider doch zu undiszipliniert. Weil wenn dann doch mal was dazwischenkommt, dann nimmt man das Geld einfach wieder und sagt sich, naja gut, geht jetzt halt nicht anders, ich nehm das jetzt weg und füll das halt wieder auf. was hilft denn, damit wir auch da so besser diszipliniert sind? Also mir hat zum Beispiel einfach in so einer Zeit dann geholfen, wenn es so investiert war, dass ich auch nicht dran kam, auch wenn es eigentlich total dumm ist.

Nikolas Kreuz - INVIOS: und wir sehen uns Das ist Video. Ja.

Alexandra Weck: Aber mir haben solche Modelle geholfen, wo es einfach keinen Ausweg gab. Wie kann man da noch mit umgehen?

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ich erinnere mich an das Sparspein, das unten so ein Gummiproffen hat. Und das befüllt sich nicht einfach. nein, also da muss man wirklich mit Disziplin rangehen. Das, man investiert, das sollte wirklich über den langen Zeitraum nicht zur Verfügung stehen. Und da muss man sich einfach auf den Finger kloppen, ganz einfach.

Alexandra Weck: Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ein Puffer kann man sich insofern auch anlegen, dass man sagt, man hat einen vollautomatisierten Sparplan. Vorher muss man natürlich auch diesen Notgräuschen schon entwickelt haben. Dann kommt man ja gar nicht in die Versuchung, einen Sparplan auszusetzen, sondern das, was man investiert, das langfristig automatisiert ist, aber am besten aus dem Gedächtnis schreien.

Alexandra Weck: Okay.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Das dient nicht zu konsumtiven Zwecken. Das kann für eine Investition sinnvoll sein, wenn man ein Auto benötigt, wenn man zur Arbeit fährt, wenn man sein Humankapital weiter fördern will, heißen, ein Studium anfängt. Dann würde ich immer sagen, dann kann man auch genau diese Dinge noch mal zur Seite nehmen, liquidieren und investieren. Weil das Lohnswerte neben der Aktie ist wirklich hier die 1,5 Kilo, die zwischen unseren Ohren.

Alexandra Weck: Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: liegen die allertartige Masse. Das macht abdiskontiert etwa ein Studium etwa zweieinhalb Millionen Euro aus. Also über einen Lebenszeitraum verdient man im Schnitt nach einem absolvierten Studiengang. im Durchschnitt etwa zweieinhalb Millionen und da sieht man dann, ist der größte Hebel drin. Aber dann kommt halt auch gleich die Aktie. So und ansonsten ist es wirklich, es hilft nur Disziplin wie bei vielen anderen Dingen. Ich kann das auch verstehen. Das erste Gehalt ist psychologisch auch sicherlich tricky. hatten über Dopamin gesprochen, der Jubel auszugeben. Das Konto weint. Wer aber gleich konsequent 20 Prozent wegspart, den Notgorschen aufgebaut hat und den Rest wirklich über ETFs breit anlegt oder über sehr gute Mischfonds, der hat halt auch einen Grundstein gelegt für die spätere Freiheit und auch für eine gewisse Art von Sicherheit. Es ist wunderbar, dieses Gefühl zu haben, eben nicht, wie komme ich mit dem restlichen Monat irgendwohin, wie kann ich meine Kreditkarten irgendwie umschulden, sondern ... Wie schaffe ich es eigentlich auch bedanklich frei zu leben? Gibt es sehr, schöne Ansätze und man muss es ja auch nicht übertreiben, aber in beide Richtungen nicht übertreiben. Wahrheit liegt bekanntlichermaßen ja immer in der Mitte.

Alexandra Weck: Ja, das kann ich total gut nachvollziehen. Und ich wünschte, das hätte mir auch jemand früher geraten. Ich hatte es ja schon mal erzählt, bei uns in der Familie wurde eben über solche Sachen nicht so gesprochen. Deswegen habe ich das so über die Bankausbildung selber gelernt und über die Jahre auch durch eigene Erfahrungen, auch durch nicht so schöne teilweise. Aber genau das ist der Punkt. Wir wollen ja auch die die jetzigen Berufsanfänger, Einsteiger auch eben vor dem bewahren. Nicht weil wir ja auch jemanden verurteilen wollen, sondern weil wir einfach sagen wollen, es ist einfach, es fühlt sich ja auch nicht gut an, es ist nicht schön und es ist eigentlich relativ einfach dem zu entgehen und eben nicht in diese Spirale reinzukommen. ich meine, wir haben ja in Deutschland auch nach wie vor so viel man auch schimpfen mag über den Staat, aber eine Sache ist ja nun mal trotzdem Gut, nämlich der Zugang auch zu Universitäten. Es kostet ja nicht viel. Oder ich weiß gar nicht, gerade aktuell, ob es Studiengebühr noch gibt oder nicht. Ich musste damals 500 Euro pro Semester bezahlen. Das war's. Bildung an Universitäten ist ja in Deutschland zum Glück nicht so teuer wie jetzt zum Beispiel in den USA, wo die Menschen teilweise ja erstmal nur einen Kredit aufnehmen müssen und dann mit irgendwie einem 300.000 Dollar Darlehen in den Job starten. Dieses Thema haben wir ja zum Beispiel in Deutschland zum Glück gar nicht. Und es gibt ja auch jetzt, das gab es ja damals bei mir auch nicht, Das Thema mit auch online studieren. Man musste ja damals in den Ort ziehen, wo man die Uni hatte. Das bedeutet, wenn man eben nicht am Elternwohnort studieren konnte. musste man eben auch in der jeweiligen Stadt wohnen. Und es gibt ja auch heute die Möglichkeiten, wirklich über sehr, sehr gute Online-Programme, falls man sich halt nicht leisten kann, irgendwo auch zu leben, das entsprechend umzusetzen. an der Stelle dann nehmen wir noch mal als Tipp mit. Wenn es geht, ein Studium lohnt sich auf jeden Fall. Aber wir haben ja auch nach wie vor den Mangel im Handwerk. also auch da gibt es ja wieder mehr Oppositionen. als die Jahre zuvor. Das heißt, man kann sich natürlich auch heute wieder gut ein Unternehmen aufbauen im handwerklichen Bereich, wenn man es gut macht. Also wir wollen hier nicht alle ins Studium locken, das war nicht unser Anspruch, aber wir wollten es einfach an der Stelle trotzdem natürlich aufnehmen. der Notgroschen. Drei oder sechs Gehälter? Sie haben gesagt drei, sechs wären aber besser, wenn man kann.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ja, wenn man kann, natürlich. Dann kann man nämlich auch die restlichen drei von den sechs wiederum dann über einen mittleren Zeitraum investieren. Aber man darf sich da selber auch nicht überfordern. Wir hatten ja gerade nochmal auch die Situation für Menschen, ein geringeres Gehalt haben. Wäre auch nochmal wertvoll zu überlegen, einfach den Arbeitgeber daran mitpartizipieren zu lassen oder zu beteiligen. Das sind dann die sogenannten vermögenswirksamen Leistungen, wo man dann über sechs, sieben Jahre

Alexandra Weck: Mhm. Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: etwas konsequent bespart, der Arbeitgeber seinen Anteil gleich verteilt mit Einzahl und am Ende nach einer gewissen Ruheperiode dann man über einen ordentlichen Betrag von bis zu 6, 7, 8.000 Euro dann auch verfügt, wie man dann wiederum auch investieren kann. man muss da einfach mal das Internet... das Internet befragen, vielleicht auch JGBT oder Co-Pilot oder irgendeine andere KI, was es da für Möglichkeiten gibt, dann sollte man einfach bisschen kreativer sein und junge Leute, die das jetzt hier auch hören, können ja auch mit diesen technischen Instrumenten sehr, gut umgehen. Interessant sind natürlich die Investmentfehler, die man dann auch nochmal in einem späteren Zeitraum hat, nämlich ab 25 bis 30, wenn man seine ersten Lehrjahre schon auch überstanden hat und vielleicht dann auch im Prinzip über ein gewisses Vermögen dann verfügt. Dass man da einfach auch oft, was ich immer wieder sehe, sind so klassische Einzelaktien-Zockereien anstatt bereit, den Markt zu streuen, über den Markt zu streuen, nur in zwei, drei Lieblingsaktien zu investieren. Das ist meistens auch noch über Social Media geil. Am Ende hat man ein dickes Kumpenrisiko. Dann ist es auch der Krypto-Hype, Fear of Missing Out, dass man Prinzip Angst hat, dass man die Chance seines Lebens irgendwie verpasst. Letztendlich kauft man dann immer zu Höchstständen ein. Das ist auch jetzt die aktuelle Diskussion. Wo befinden wir uns eigentlich am Kapitalmarkt bei den gesamten Leitbörsen? Teilweise in den Höchstständen in Amerika. In Deutschland haben wir eine Korrektur, aber auch da.

Alexandra Weck: Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: ist die Börse so bisschen losgelöst jetzt auch von den realen Werten. Also häufig ohne Plan, nur getrieben von halb zu investieren. Und der dritte wesentliche klassische Fehler, den man aussieht, dieses Warten. Am Seiten aus tippen, wann komme ich rein? Ich warte jetzt auf den perfekten Einstiegszeitpunkt. Das macht überhaupt gar keinen Sinn. Es ist einer der wesentlichsten Fehler, die Geld vernichtet, dass man ... immer nur wartet, bis der Crash kommt und der kommt dann teilweise nicht. Es gibt nur einen kleinen, leichten Dip, dass man das Problem einfach hat, nicht einzusteigen und dann hat man über Jahre eine Cash-Haltung, die dann marginal oder gar nicht für Zins wird. Also am besten in mehreren Tranche investieren und dann das laufen lassen, den Zinses-Zinseffekt laufen lassen, den Dispositionseffekt nicht zu unterliegen, also Gewinne zu schnell zu realisieren, wenn man sich belohnen möchte. Und Verluste nach unten nehmen, auch immer wieder Handkappen.

Alexandra Weck: Und wenn man jetzt so auch an das Thema Arbeitsplatz denkt, Stichwort, Kollegen-Tipps, Flurfunk etc., wie gefährlich ist denn dieser Börsentalk am Arbeitsplatz?

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ich würde sagen extrem gefährlich. Es ist zwar nicht so extrem gefährlich wie der Tipp über die Bildzeitung. Die Bildzeitung ist für viele Portfolio-Manager Institutionelle ein guter Kontraindikator. Der Tipp am Arbeitsplatz, der Börsentipp ist oftmals über den Herdentrieb am Arbeitsplatz ansteckender als eine Grippe. Der Kollege erzählt, hier Nvidia hätte 30 Prozent gemacht innerhalb weniger Tage. Bestimmt das vielleicht auch? Sollte man trotzdem überprüfen. Aber es entsteht sofort, das kennt man selber ja auch. hört, wenn Sie das jetzt hören, dann ertappt man sich selber, Mensch, das ist so, das muss ich auch haben. Also FOMO, Fear of Missing Out, also die Angst dabei zu haben, immer nicht dabei zu sein. Seien Sie sich aber auch gewiss, der liebe Kollege, der Ihnen jetzt die 30 Prozent vor die Nase hält. ist auch der, der ihnen aber nichts erzählt von den Verlüsten, er gemacht hat. Dadurch entsteht ein verzerrtes Bild auch bei ihnen wiederum. Wie ein Highlight Reel bei Instagram. Wer danach handelt, läuft halt Gefahr blind, nur den Trends hinterher zu laufen, statt rational zu investieren. Und wir hatten es ja mit mit Heiko Thieme auch der auch in Interviews sehr schön auch sagt. Ich kann es leider nicht zitieren, aber wer im Prinzip der Herde folgt, sieht am Ende nur Hintern. Und da ist man glaube ich nie gut beraten, weil dann rät man halt mit der Herde auch über die Klippe und sieht dabei...

Alexandra Weck: Aber da muss ich sagen, der Vorteil bei mir, bei meinem ersten Job. Ich war ja im Investmentbanking, auf dem Tradingfloor auch noch. Und da spricht man sowieso den ganzen Tag nur über das. Das heißt, es gibt nicht diesen heißen Tipp unter Kollegen und so, weil sowieso alle haben das ja beruflich gemacht. Und wenn man mit dem Derivatemenschen gesprochen hat, der hat natürlich was anderes erzählt als der ETF-Mensch, Zertifikatedesk und so. Also das war, sag ich mal, nur mein Vorteil, weil es war unser Job. Insofern war ich zumindest vor diesem Thema gefeit. Aber ich merke das immer wieder bei meinem Bruder, der im Handwerk arbeitet und der dann hin und wieder mir auch schreit so, hey, hast du eigentlich von dem und dem gehört oder hast du Ahnung von dem und dem? Kannst du mir da abraten? Und ich muss zum Glück sagen, also mein Bruder hat ... Mittlerweile hat sehr gut gemacht und hat sich ein tolles Depot aufgebaut. Mehr als ich, obwohl ich eigentlich auch der Experte bin. Aber er hat das mit sehr viel Disziplin einfach gemacht und hat sich immer sehr viel auch dann beiseite gelegt, obwohl er auch weniger verdient hat als ich. Aber einfach, das ist genau wie Sie gesagt haben. Und was ich eigentlich heute auch noch mal an der Stelle sagen will, man muss nicht viel Geld verdienen, aber man muss es einfach über eine gewisse Zeit mit sehr viel Disziplin einfach machen. Und als er mir dann irgendwann mal gesagt hat, wie viel er auf seinem Depot hatte, habe gesagt so, du hast doch gar nicht so viel verdient. Und dann sagte er so, ja, aber immer wenn was übrig geblieben ist, dann hat er das halt einfach auch weggelegt. Und da bin ich richtig stolz auf meinen, also er ist nicht kleiner, er ist jünger, aber bin ich richtig stolz auf meinen Brudi. Also Grüße gehen raus, weil ich weiß, er hört den Podcast.

Nikolas Kreuz - INVIOS:

Alexandra Weck: Aber ja, das ist eben genau der Punkt. Und da merke ich aber immer wieder, weil die Kollegen bei ihm, die reden dann auch so Themen. Oder wenn in bestimmten Foren mal wieder irgendwas diskutiert wird. Oder wir hatten es ja auch beim letzten Mal zum Thema NVIDIA, kam er dann auch auf mich und meinte, ja, meinst du, wir sind schon am Ende, soll ich noch einsteigen oder nicht? Und ich hab dann auch gesagt, wenn du den Titel gut findest, dann mach und mach einen Sparplan und bleib investiert. Ja, das ist ganz spannend. Beim nächsten Thema Perfektion oder Prokrastination. Was ist schlimmer für Berufseinsteiger?

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ja, noch mal zu ihrem Bruder. Wie heißt er, wenn ich fragen darf?

Alexandra Weck: Kasten.

Nikolas Kreuz - INVIOS: alles richtig gemacht. Prokrastination und Perfektionismus, beides ist hinderlich. Prokrastination, schwieriges Wort, wir zweimal R, ist aber schlimmer. Also den Hang zur Perfektion, wann starte ich jetzt, wann gehe ich rein, zu lange zu vergleichen, abzuwarten.

Alexandra Weck: Super.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Das ist der größte Anfängerfehler, den man machen kann. Das hatte ich ja schon eingangs gesagt. Man verpasst das Wertvollste nicht nur den Zinseszinseffekt, sondern eben auch diese Dips, wenn man sie dann erwischt. Diese nahe in den neuen Aufwärtsphasen, also Korrekturphasen nach unten, werden sehr schnell zeitlich begleitet. ist wenig Zeit dazwischen von neuen Aufwärtsphasen, also diese Rebound-Phasen, so nennen wir sie. sind zeitlich sehr nah beieinander. Das heißt, da immer zu warten, um das perfekt zu teilen, ist schwer. Sparplan laufen lassen, weltweit gute Mischfonds, gute 100 %-Aktienfonds. Ob man da jetzt noch einen Prozent raus holt oder 0,3 % den günstigeren, ist nicht so wichtig, einfach investiert zu sein und das dann irgendwann mal auch vielleicht dann noch weiter zu perfektionieren, zu optimieren. Da gilt das Pareto-Prinzip. 20 Prozent meiner richtigen Entscheidung treffe ich 80 Prozent Wirkungsgrad. Lieber um perfekt starten als ewig optimiert zu sein, weil die restlichen 20 Prozent dann Wirkungsgrad, dann bräuchte ich 80 Prozent Input. Macht überhaupt gar keinen Sinn. der heilige Gral der Geldanlage, den gibt es halt auch nicht. An der Börse ist es wirklich sinnvoll, um nochmal Ihre Frage für Berufseinsteiger zu beantworten, die Fehler zu vermeiden. Also die sieben teuersten Fehler der Anlageentscheidung. zu vermeiden. Fehlervermeidung statt irgendwo im Optimum Optimum. Diesen Fall gibt es auch nicht in der Realität, aber dem hinterher zu laufen. Diese Lifestyle-Inflations-Fälle ausgeben oder die Ausgaben, dass die schneller sind als das Gehalt, das sollte man vermeiden. Alles-oder-nichts-Mentalität, die 5000 Euro nur auf eine einzelne Aktie zu setzen, auch wenn es vermeintlich die Weltaktie wie Nvidia sein sollte, ist hier keine Anlageempfehlung, aber im Grundsatz breit streuen ist das einzige Free-Lunch. Dieser Fear of Missing Out durch Kollegen-Tipps, vermeintliche GameStop Aktien etc. Das nicht machen, breit zu streuen, Free-Lunch, wie gesagt. Timing-Illusion, dass man auf den perfekten Einstiegszeitpunkt wartet. Auch das sollte man lassen. darüber gesprochen, die, die, die, ähm, grundsätzlich einfach auch die Bauspar-Nostalgie, Mamas Ratschläge aus den 90ern befolgen oder Papas Ratschläge aus den 90ern befolgen, vielleicht nicht der sinnvollste Ansatz, weil die Inflation einfach mehr als das, was derzeit aktuell auf der Zinsseite, auf der Fixed-Income-Seite entsteht. die Inflation aufrisst, dieses Crypto-Gambling, grundsätzlich das ein bisschen mitbeisteuern in ein Depot macht Sinn, aber da wirklich nur auf alles auf eine Karte in einen Crypto-Bereich zu investieren. Da sind andere größere Protagonisten, die sehr viel schneller unterwegs sind. Die werden dann auch schnell reich. Auch die, am Anfang eines solches Trends agieren. Das hat ein bisschen auch was vom On-C-System. So und dann dieser Perfektionismusparalyse, dieses sechs Monate Recherchieren, dabei 0 % investiert sein. Das macht alles keinen Sinn. Wenn man diese Fehler vermeidet, dann hat man, glaube ich, schon auch da wieder nach dem Pareto-Prinzip 80 % der Miete. Ich glaube, wenn man das wirklich so in der Form mitberücksichtigt, das ist das, was ich mitgeben darf nach 41 Jahren Kapitalmarkterfahrung. dann ist man, glaube ich, ganz gut beraten und kann das über einen langen Zeitraum schön laufen lassen.

Alexandra Weck: Wunderbar, da war glaube ich wieder ganz viel Wertvolles dabei für den ein oder anderen Berufseinsteiger. wenn wir da jetzt noch mal ein bisschen tiefer reingehen als nächstes. ETF oder Fondsparplan oder Einzelaktien, also was empfehlen Sie jetzt, ich sag mal jemandem, der 25 ist und ja schon auch Geld verdient? Ja, was würden Sie sagen?

Nikolas Kreuz - INVIOS: Am Anfang einen Sparplan zu machen ist wichtig. Ob das jetzt ETF oder Mischfonds ist, das ist nachrangig. Wir hatten es ja gerade einfach zu starten, nicht zu warten. Wenn man es ein bisschen risikoreimer haben möchte, dann sind defensive oder austarierte, balanced Mischfonds sicherlich eine gute Alternative, weil sie nicht nur die Königsdisziplin für uns Vermögensverwalter und Formanager darstellt, weil wir uns in jegliche Assetklasse gut bewegen müssen. Wir müssen im Edelmetall-Bereich, im Rohstoffbereich mit unkorrelierten Assetklassen in Interaktion treten. Wir heißen Fixed Income Equity, Private Equity, also all die fungiblen, tangiblen Assetklassen zu spielen, auf dieser Gesamtklaviatur zu spielen. Das hat ein hohes Renditepotenzial, dabei parallel auch teilweise zu Time. Wenn das Profis machen, dann kann das sehr gut gelingen. Das kann die risikoadjustierte Überrendite auch fördern. Im Grundsatz aber einfach zu starten. Wenn man 100 %ig Aktien ETFs wählt, dann kann man das gerade am Anfang einer Ansparphase viel besser machen. Vielleicht sollte man es über einen Zyklos sehen, dass man am Anfang mit einer 100 %igen Aktienquote startet. Und dann über einen Berufszeitraum, über einen Lebenszyklus, dann irgendwann mal in eine Mischformvariante und dann in den konservativeren Bereich rüberwechselt. Sowie in der Ansparphase, ich meine auch in der Auszahlphase, dann beginnt, wo man dann zusehen sollte, die 100 oder die 120 minus Lebensalter dann auch als Aktienquote variabel zu sehen. Dabei sollte man einfach flexibel unterwegs sein. Drei bis vier. unterschiedliche Fonds, die vielleicht auch nicht miteinander korreliert sind. Deswegen immer mehr Rendite, wenn man auch auf die Kosten achtet. Das viele Hin und Her sollte man nicht machen. Das ist viel zu stressig, pflegeleichter. ist einfach ein Sparplan einzurichten, den laufen zu lassen. Da spart man sich viele Nerven. Dieses Einzel-Tickle-Hopping nicht machen, weil wenn man da nicht mindestens acht, neun, zehn Stunden am Tag dran ist, dann verliert man dadurch nur Geld. 5 bis 10 Prozent maximal dann auch Teile beimischen von solchen Themen oder Trendfonds oder dann, wie gesagt, wenn man unbedingt Einzelaktien haben möchte, aber das wirklich nur in homöopathischen Dosen, wenn man sich das dann anschaut. Das ist es eigentlich im Großen und Ganzen.

Alexandra Weck: Okay. Und als Berufseinsteiger monatlich investieren, so viel, dass es eben spürbar ist, aber dann nicht den Spaß killt. wenn gar nichts anders geht, dann eben das, aber 50 Euro sollten es vielleicht schon sein. Besser wären natürlich 200, aber einfach, sie haben es ja auch immer wieder gesagt, starten, nicht warten.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Vielen Dank.

Alexandra Weck: Und von der Gehaltshöhe, ist so Pi mal Daumen in Prozent, würden Sie noch mal sagen, was soll man so sparen vom Gehalt? Zwan, okay.

Nikolas Kreuz - INVIOS: 20 % wäre ideal. Alles, was da drunter ist, hilft. Wir hatten ja das Beispiel der 500 Euro, man monatlich zum 15. Hoffentlich dann eines Monats investiert, wenn man das über 25 Jahre macht bei einer durchschnittlichen Kapitalmarktrendite von 6, 6,5 % bzw. vielleicht auch 8 %. Bei 8 % liegen sie dann wirklich weit über eine Million. Das ist etwas, wenn man mal diesen Anteil sieht, den man da wirklich real an Konsumverzicht produziert oder hat. Im Gegensatz dazu, dass am Ende dieser Ansparphase dann eine Million dasteht, da muss man auch nicht wöchentlich oder zweiwöchentlich Lotto spielen.

Alexandra Weck: Sehr gut gesagt. Soll man da auch ein Rebalancing und Umschichtungen machen oder was würden Sie dazu sagen?

Nikolas Kreuz - INVIOS: Vielen Da ist der Vorteil bei Mischfonds, die das automatisch machen in dieser Königsdisziplin, dass man rebalance, dass man bestimmte gut laufende Asset Klassen dann einfach wieder auf ein erträgliches Maß dann reduziert. Das ist dann quasi das Risikomanagement, dass das alles in einer schönen Balance miteinander korrespondiert oder harmoniert. Wenn man das mit ETFs macht, sollte man das auch entsprechend dann auch... Aber nicht wöchentlich oder monatlich halbjährlich mal draufzuschauen. Vielleicht auch in den Diskurs zu gehen mit einem Experten, der über viele Jahre das schon praktiziert. Das macht absolut Sinn. Aber auch hier ist wichtig einfach der Anlagehorizont und dass es immer der Risikoneigung entspricht. Der Risikopräferenz, der Risikotragfähigkeit. Was hilft, wenn ich schlaflose Nächte habe und ich einen 100 %igen Aktienfonds bespare, der dann um 15 oder 20 % schrankt, den Mittel, und ich komme nicht in den Schlaf? Das ist suboptimal. heißt, alles muss auch individuell. Das ist wie bei der Kleidung, das ist wie beim Auto, das ist wie im Freundeskreis, in der Partnerschaft. Zu jedem Topf passt ein Deckel, aber sie gleichen sich nicht.

Alexandra Weck: Das ist ja auch das, was man ja auch immer wieder beobachtet, warum Menschen ja auch scheitern, wenn sie Pläne befolgen von anderen. wenn ich jetzt zum Beispiel mal an das Thema Fitness denke, Ernährung, aber das gilt ja auch für die Anlageberatung, die Pläne von anderen passen ja nicht zu unserer eigenen Lebensrealität. Und das ist ja dann oft dieses Thema. Ich hab da auch so ein Beispiel, bestimmte Dinge. Ich komm zum Beispiel mit meinen Fitnesszielen viel besser hin, wenn ich in der Gruppe trainiere, auch mit anderen. Weil man dann auch keine Ausreden hat, nicht hinzugehen und so, sondern es gibt einfach fixe Termine. Und dann gibt's halt auch einen Trainer, der einem auch hilft entsprechend, weil man vielleicht alleine, wenn man jetzt nur jemandem folgt, der das im Netz zeigt ... sich nicht individuell auf einen anpassen kann. Und das ist ja eben dann in der Anlage auch genauso, wenn dann jemand sagt, ja, mach doch mal den und den Betrag und so und so. dann fällt es den Menschen einfach unfassbar schwer, dem zu folgen, weil man in einer anderen Lebensrealität steckt. Und deswegen macht es ja auch total Sinn, hin und wieder auch vielleicht mal mit einem Experten zu sprechen. Weil ich meine, man möchte ja auch nicht, ich sag mal, der Wanderer sein, der nachts auf der Zugspitze gerettet werden muss, weil man keinen Guide hatte, der einem sagen konnte, hört mal, das Wetter könnte heute nochmal umschlagen. Also das liest man ja auch immer wieder in der Zeitung und mit der Anlage ist natürlich ist natürlich auch eine ähnliche Geschichte. Also auch wenn man jetzt, ich meine es muss ja nicht jeder regelmäßig zu einem Finanzanlageexperten gehen, aber es gibt ja auch immer wieder Menschen, die mal so ein Depotcheck anbieten, dass man mal sagen kann, hey ich habe hier was gemacht so auf eigene Faust, aber ich würde da gerne noch mal jetzt drüberschauen, dass man das einmal im halben Jahr macht oder auch einmal im Jahr. Das würde ich auch auf jeden Fall an der Stelle empfehlen.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Das ist schönes Beispiel mit dem Sport. Das gehört irgendwie am Kapitalmarkt. Disziplin dazu. Ich spiele gerne Backgammon und Schach als Ersatz, weil wir investieren und nicht spekulieren. Fingerskier hilft auch nicht, Kalorien zu reduzieren. Also Disziplin ist, glaube ich, wichtig. Und dann setzt man auch nicht an.

Alexandra Weck: Sie haben ja auch einen Disziplingeber bei sich unterm Tisch. Durch einen Hund ist man natürlich auch immer gezwungen, regelmäßig rauszugehen, egal bei welchem Wetter. Sie können sich da ja auch nicht gegen.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Es reicht aber nicht, hochkalerischen Themen oder das hochkalerische Brot zu verdauen, wenn es dann mehr als einmal am Tag ist. Aber in der Tat, jeder hat da so seinen Anzug zu tragen. Ich hoffe, dass er noch passt und in der Form einfach mal weitermachen.

Alexandra Weck: Zu verdauen, ja. Ja. Genau, einfach weitermachen. Und wenn wir jetzt beim Thema weitermachen sind, wo würden Sie denn jetzt zum Beispiel dann auch ein Depot eröffnen? Also was würden Sie da einem Berufseinsteiger empfehlen? Weil es gibt ja auch mehr Möglichkeiten denn je heutzutage.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Auf die Kostenarten. wenn man heutzutage noch irgendwelche Ausgabeaufschläge bezahlt, das sind die Verkaufsgebühren für monatliche Sparpläne oder für einmal Anlagen bei einem Banker, wenn man sich gut informiert als Selbstentscheider, ob man diese 5 % oder sogar vielleicht 6 % Aber im Minimum 1-2 % muss man nicht bezahlen. Transaktionsgebühren darauf achten, dass das auch möglichst reduziert ist. Viele Banken ab einem bestimmten Versuch verzichten auch auf die Depotführungsgebühren. Man muss halt suchen. Da denke ich mal, es ist durchaus sinnvoll, über die KI, JetJPT, Co-Pilot oder wie sie alle heißen, sich mal einen Weg aufzeigen zu lassen und dabei zu achten, dass

Alexandra Weck: Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: dass solche Kosten möglichst gering sind, weil das ist das, was man steuern kann. Und dann einfach auch einfach zu starten. Wir arbeiten mit ausgewählten Partnernetzwerken zusammen. Denen, den es interessiert, kann sich da auch gerne mal über unsere Seiten dann auch informieren und auch sie sparen den Depotcheck an. Es macht Sinn, bei einem bestimmten Volumen einfach mal auch einen Profi drauf schauen zu lassen, sich nicht verunsichern zu lassen, aber einen Grundsatz zu überlegen. Funktioniert das so, wie ich es aufgebaut habe in meinem Lebenszyklus? Und über Gespräche ist man, wird ich zumindest persönlich noch nie dümmer geworden. Über solch ein Gespräch wendet man sich einfach an die entsprechenden Institute.

Alexandra Weck: Sehr gut. Also jeder, jetzt das hört und gerne da sich noch besser informieren möchte, kann auch jederzeit auf Sie zukommen. Dafür stehen Sie ja auch bei dem Thema. Wenn wir jetzt wieder auf die Berufseinsteiger zurückgehen und auch die Eltern, die dazu gehören, also meistens, und nehmen wir mal an, da ist jetzt heute jemand dabei und die Eltern sagen, aber Aktien sind Teufelszeug. Wie kann man da als junger Mensch dem entgegentreten.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Nicht zuhören. Eltern, die dort kommen lassen, und das ist jetzt hier nicht zum Kollektiven ungehorsam aufgerufen, aber die dort kommen lassen, haben, Finanzkrise, natürlich negative Erfahrungen. Und die übertragen diese negativen Erfahrungen grundsätzlich dann auch auf ihre Kinder oder versuchen das später sogar. bei Kindern, die dann nicht mehr die Kinder sind, sondern eigentlich ja auch schon erwachsen sind. Deshalb mein Tipp mit Humor und mit Fakten darauf reagieren, ruhig erklären, dass man das bereit über ETF streut, dass jede einzelne Aktie nur infinitesimal oder in homöopathischen Dosen im Portfolio sich befindet. Aktien ist nicht immer gleichbedeutend mit Risiko, mit hohem Risiko. mit Totalverlust zu identifizieren. Das ist immer der klare Risikohinweis, aber im Grundsatz ist es nicht so. Und im Grunde genommen dabei nicht drüber zu streiten, sondern viel wichtiger ist es, schlicht auf diesen Generation, den älteren Generationen ihre Erlebnisse zu lassen. Man kann zeigen, dass man bewusst langfristig und sicherheitsorientiert anlegt. Und dann ist es auch gut so.

Alexandra Weck: Ahem.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ja, Ihrer Frage, tun denn Freunde ein für spüssig halten, man selber das bespart. Das ist auch ein Klassiker. Das spielt ein bisschen Neid rein. Das ganze Gehalt verleben macht eigentlich auch gar keinen Sinn. Hier hilft einfach die Gelassenheit. Wer heute spart und investiert, in zehn Jahren genau diesen Freunden dann auch Tipps geben können, wie man immer diese Flexibilität, die diese dieses wo früher anfangen, welche Vorteile es hat. All diese Dinge kann man dann später einfach auch zeigen. Und Spahn hat nichts mit Spießertum zu tun. Das ist einfach nur eine Selbstbestimmtheit. Man verschiebt Spaß nicht ins Nirgendwo, sondern eben halt für einen späteren Zeitraum. Und das geht immer einher auch mit mit viel Freiheitsgraden. Deshalb zusammengefasst. Lässt man sich nicht von Eltern bekehren, sondern versucht es klar zu erklären. Freunden, die einem das ausreden wollen, da bitte gelassen bleiben und vielleicht mit diesem Bild arbeiten, dass man diesen Plötzlichen Spar, Sparen auch ziemlich viel Coolness ab,

Alexandra Weck: Herr Kreuz, wir haben jetzt heute wieder, ich glaube, sehr viele Themen behandelt. Und ich glaube, das ganze Thema Buy Now, Pay Later, da schließen wir uns dann noch mal an in separaten Folge, wo wir noch mal ganz viele Statistiken auch vielleicht dabei haben. Weil ich glaube, das benötigt schon noch mal auch eine Folge, wo wir noch mal aufrütteln, wie gefährlich das auch einfach sein kann. Und dass wir da einfach die jungen Menschen auch vorschützen. Wenn wir jetzt aber auf die Berufseinsteiger für heute gehen, wenn sie einen Tipp haben für frische Berufseinsteiger, was würden sie raten?

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ja. Ja, fang sofort an. ist dein bester Freund. Und der Zins ist Zins, regelt dann den Rest. Wenn man jung ist, nicht warten, nicht perfektionieren, einfach starten.

Alexandra Weck: Und was würden Sie Ihrem 25-jährigen Ich raten?

Nikolas Kreuz - INVIOS: Mehr ETFs, noch mehr ETFs. Ich habe nie über Statussymbole verfügt. Ich habe keinen Blinkenschmuck, nicht mal eine Uhr. Ich komme trotzdem pünktlich. Reichtum darf durchaus langweilig aussehen, wenn man den Depotabschnitt sieht. Das sind letztendlich auch nur Zahlen. Aber am Ende kann man diese Freiheitsgrade auch messen. am Ende eines Lebens oder in der Mitte eines Lebens, je nachdem wann man diesen Cut auch sieht. Aber sparen ist auch kein Selbstzweck. Man sollte parallel diese Dinge auch genießen, aber nicht am Anfang genießen, sondern am Ende einer Sparfase zu genießen, dann bleibt mehr übrig.

Alexandra Weck: Ja, und ich habe ja auch nur meine Sportuhr, also... Ich habe deswegen auch nicht mehr oder weniger Freunde. Insofern ist es, wie sie genauso sagen, man braucht das Bling Bling nicht, dazu zu gehören zur Herde. Ja, wir haben es ja vorhin auch schon gehört. Aber es dauert eben, dauert vielleicht ein paar Jahre, bis man das verstanden hat. Jetzt vielleicht ein bisschen schneller mit dieser Podcast-Episode. weniger Autos, mehr ETFs, würde ich es dann für Sie so auch zusammenfassen. Genau wo finden auch Berufseinsteiger weitere Informationen und Hilfe zu dem Thema.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ja, besten sind solide Quellen, Bücher, seriöse Podcasts, neutrale Investment-Guidelines oder Guides. Bitte nicht auf dieses TikTok-Guru gequatscht oder schnelle Hype. Ja, aber ich halte mich nicht für einen TikTok-Guru. Wenn man mich als Anlage-Experten beziffert, bezeichnet.

Alexandra Weck: Aber Sie sind ja auch auf TikTok.

Nikolas Kreuz - INVIOS: dann finde ich das in Ordnung. Ich steige nicht aus einem tiefer gelegten Auto und ich will hier auch kein Buch verkaufen oder irgendetwas anderes. Sagen wir mal, das einfach aus Lust, aus Spaß, der Freude, aus dem inneren Bewusstsein, dass Menschen, wenn sie die Fehler vermeiden, die ich als junger Mann machen durfte am Kapitalmarkt und die immer wieder auch hochkommen, wenn man das selber vermeidet, dann erfüllt sich da vieles. Und dann finde ich das auch schön, dass es genau an diesem Punkt langfristig zu mehr Vermögen führt bei dem jeweiligen Sparer.

Alexandra Weck: Und dass sie ja auch unter den jüngeren Menschen einige Fans haben, das haben wir ja auch auf dem Börsentag gesehen. Also da gab es ja auch einige jüngere Fans, die sie gestürmt haben, ⁓ ein Selfie zu machen. Insofern wollen wir das auch an der Stelle hier nochmal sagen. Wenn es Fragen gibt oder auch Verzweiflung oder was auch immer zu diesem Thema, dann gerne melden auch unter podcast.invios.de. Dann antworten wir da auch gerne auf Fragen oder nehmen auch die Fragen mal in die Podcast-Episoden. Also jeder, der jetzt ein spezielles Thema hat.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ja.

Alexandra Weck: gerne bei uns melden über diesen Weg und auch ansonsten wie immer den Podcast gerne liken, kommentieren, teilen, weil wir freuen uns auch über das Feedback darüber und wenn es jemanden gibt, wo sie glauben oder ihr glaubt, dass es jemandem hilft, dann auch die Episode immer gerne teilen, weiterleiten und ansonsten ja unseren Kanälen folgen auf YouTube, auf TikTok, auf Instagram. gerne überall kostenlose Tipps abholen. Und damit, Herr Kreuz, ich vielen Dank an dieser Stelle wieder für sehr viel Wissen, sehr viel Know-How, sehr viel Inspiration, hoffentlich für Berufseinsteiger.

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