#23 Straße von Hormus dicht: Was das für Ihr Depot bedeutet

Shownotes

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Die 6 goldenen Regeln für rationales Investieren: 1. Ruhe bewahren – Kognition statt Emotion, Volatilität aushalten. 2. Dispositionseffekt vermeiden – Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen. 3. Einfachheit & Diversifikation – breit streuen, Kern-Satelliten-Strategie nutzen. 4. Antizyklisch handeln – günstig einkaufen, teuer verkaufen. 5. Kosten im Blick behalten – Aktivität gezielt steuern, unnötige Gebühren vermeiden. 6. Pareto-Prinzip nutzen – mit den wichtigsten 20 % der Maßnahmen 80 % Wirkung erzielen.

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IN DIESER EPISODE ERFAHREN SIE:

  • Warum die Straße von Hormus das Nadelöhr der Weltwirtschaft ist – und was passiert, wenn statt 130 Schiffen pro Tag nur noch fünf durchkommen
  • Wie sich der Ölpreis-Anstieg auf Inflation, Zinsen und letztlich auf Ihr Depot auswirkt
  • Warum Panikverkäufe in Krisenzeiten der teuerste Anlegerfehler sind – und was die Börsenpsychologie dazu sagt Ob Sie jetzt Sparpläne stoppen, erhöhen oder einfach weiterlaufen lassen sollten
  • Was „Cash is King" in der aktuellen Situation konkret bedeutet und wie Sie Liquidität als Schutzschild nutzen
  • Warum selbst Profis den Tiefpunkt nicht erwischen – und warum das auch gar nicht nötig ist

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Alexandra Weck: Herr Kreuz, guten Morgen. Heute ist der 10. April. Wir ordnen das heute deswegen bewusst ein, weil wir uns nochmal mit einem Thema beschäftigen wollen, was ja gerade die ganze Welt auch beschäftigt, Wir beschäftigen uns nämlich heute mit dem Iran-Krieg nochmal und zwar wollen wir da nochmal ein Update geben. Natürlich nur unter dem Aspekt von dem, was bis heute passiert ist, was wir wissen. Das heißt, all die, die jetzt den Podcast ein paar Tage später hören, wir nehmen heute auf am 10. April. Und Herr Kreuz, vielleicht eine Sache ganz direkt vorweg. Müssen wir uns Sorgen machen, dass das Klopapier ausgeht? Weil gerade so in Deutschland, wir sind ja dafür bekannt, wenn es in die Krise geht, dann horten die Deutschen gerne Klopapier. Wie sieht es da aktuell aus? Was sind die aktuellen Neuigkeiten? Und was bedeutet das vor allen Dingen später dann auch fürs Depot und für die Anleger?

INVIOS GmbH: Und Nudeln Ja, wenn Sie das hier schon wieder hören, dann ist das wahrscheinlich vermutlich auch schon wieder kalter Kaffee oder benutztes Klopapier. Aber nichtsdestotrotz wollen wir mal die Gesamtgemengelager so bisschen einordnen. Nachdem es doch relativ spitz auf Knopf kam, ich glaube auch, dass jeder seriöse Mensch da diese zynischen Aussprüche von Herrn Trump durchaus verunsichert haben, dass man ganze Zivilisation auslöschen möchte und mit rüdestem Straßenjargon wie Bastards eine Gegenpartei gedrängt wurde zu einer Öffnung der Straße von Hormus gab es dann Gott sei Dank ein Angebot von Seiten Islamabad, das quasi ein Waffenstillstand über 14 Tage ganz kurzfristig anberaumt wurde. Das Treffen, ist also heute Freitag, das Treffen wird gerade koordiniert und an großen Aufwand, etwa 10.000 Sicherheitsbeamte, Paramilitärs sollen das dann absichern und finden die Gespräche in Pakistan statt. Und zwar zwischen dem Iran und den USA direkt. J.D. Vance wird dazu einfliegen und dann werden Rahmendaten besprochen, ob man innerhalb dieser Waffenruhe doch vielleicht zu einer Einigung kommt, bevor man dann nach dem Blick über diesen Abgrund, in diesen Abgrund da reingeschaut hat und sagt, nein, wir wollen hier keinen Flächenbrand, wir wollen jetzt hier nicht den gesamten Nahen Osten anzünden, dann lasst uns doch mal noch mal überlegen, zivilisiert, wie wir da die Kuh vom Eis bekommen. Es ist alles sehr unübersichtlich und nochmal Ihre Frage zu beantworten.

Alexandra Weck: Mhm.

INVIOS GmbH: Keiner kann seriös momentan sagen, welche Richtung das geht. Es ist, glaube ich, sehr gut, wenn man jetzt Pulver trocken hält. Da ist jetzt eine Anfangseuphorie da, dass zumindest es nicht in das absolute eskaliert ist, nach dieser Kriegsrhetorik von Herrn Trump, was auch sehr, bedingt.

Alexandra Weck: Ja, das war ja wirklich. Sind Sie auch nachts wach geblieben, zu wissen, wie es ausgeht?

INVIOS GmbH: traditionellen Gesichtspunkt musste ich das. Ich habe auch die gesamten Pressekonferenzen. Al Jazeera läuft parallel. Man macht sich schon Sorgen, wenn da ein Kriegsrhetorik auch einen Tag zuvor schon

Alexandra Weck: Mhm.

INVIOS GmbH: sich Bahn bricht, als die zwei Piloten da gefeiert wurden, die dann aus der Kriegssituation aus dem Iran durch eine Nacht- und Nebelaktion dann auch quasi zurückgeholt wurden. Und dann der CIA-Chef Trump, Pete Hegseth als Verkehrsminister, Verteidigungsminister, Kriegsminister, für den Luftverkehr zuständig. dann noch einer,

Alexandra Weck: für den Luftverkehr.

INVIOS GmbH: der Generäle und alle da in eine Kriegsrhetorik und in einem Kotau gegenüber Trump da auftreten, das macht einen dann schon auch unglaublich. Da fehlen einem die Worte, also dass da diese so eine Unterwürfigkeit, Kriegshörigkeit entsteht, das ist sehr, sehr bedenklich. Man muss da wirklich auch mal immer wieder sich zurückholen und überlegen auf diesen Ebenen, wie viel Leid man damit auch schafft. Aber nichtsdestotrotz, also Wir haben die Dinge für uns sekündlich wieder neu gelegt und da stand wirklich Spitz auf Knopf. Es waren wenige Minuten eigentlich nur noch vor Ablauf des alten Ultimatums, als dann Trump sagte, würde sich diese Waffenruhe vorgeschlagen vom Pakistan, dass man sich das mal überlegen könnte. Iran hat halt auch dazu gestimmt. Das ist eine sehr unübersichtliche Zeit und da ist noch

Alexandra Weck: Mhm.

INVIOS GmbH: Casius Cash is ist ganz ganz wichtig momentan vermeintlich da in ein vielleicht auch fallendes Messer reinzugreifen, weil die Gesamtsituation so unübersichtlich ist und weil die Kollateralschäden, es laufen rund 20 Prozent des weltweiten Ölbedarfs durch diese Straße von Hormus und das ist für die Weltwirtschaft auch mit den Lieferkettenproblematik, es ist ja nicht nur der Treibstoff an sich, man sagt auch immer es ist

Alexandra Weck: Sie sagen da auch was ganz Spannendes gerade. Also ich meine, das betrifft uns natürlich irgendwo alle. Und ich habe auch gerade gestern mit einem Unternehmer gesprochen, auch im Logistikbereich. Und die haben auch gesagt, ja, unsere Kosten sind von X auf Y jetzt gestiegen, quasi auch in wenigen Wochen. Und das ist natürlich auch ein Risiko. Natürlich, man kann sich irgendwo auch... immer ein bisschen hedgen auch nicht, man kann ja auch nicht immer alles hedgen im Vorfeld. Und wenn dann natürlich Transportkosten so steigen, dann ist das natürlich auch schwierig, weil diese Preise werden natürlich auch bei den Verbrauchern ankommen. Wir sehen es natürlich in Deutschland, meine Deutschland ist ja Autoland, an der Zapfsäule sieht man es ja unmittelbar immer sofort. Liegt natürlich auch ein bisschen an den Steuern. Also ich bin auch immer wieder Erstaunt in der Schweiz. Also ich glaube, das gab es noch nie, dass Menschen zum günstiger tanken in die Schweiz gekommen sind. Aber das ist mittlerweile so. Also es ist ja verrückt.

INVIOS GmbH: Ja, es hatte viele, viele Effekte und das ist traurig, weil wir eigentlich weltwirtschaftlich auf einem guten Weg waren und es geht uns so ein bisschen die Zeit verloren. Wir haben ja nicht nur durch diesen erhöhten Preisdruck ja auch inflationäre Tendenzen wiederum, also Rückkopplungseffekte auf alles, weil Öl wie gesagt das Blut des Kreislaufes der Wirtschaft darstellt, beziehungsweise auch die Derivate. Und wenn man auch die aktuellen Nachrichten liest, die die Lager sind, teilweise sehr leer. kommen ja aus einem relativ milden Winter, aber trotzdem sind die Lager leer. Kerosin scheint wohl innerhalb Europas durchaus auch in den nächsten nicht nur Wochen, sondern in wenigen Tagen teilweise zumindest knapper zu werden in gewissen EU-Staaten. Das sind schon Dinge und die Lieferketten, da staut sich so viel auf. Und die Infrastruktur, teilweise in Kuwait, in Saudi-Arabien. Hier haben sie wieder gerade eine Nachricht geschickt,

Alexandra Weck: Mhm.

INVIOS GmbH: da 600.000 Barrel pro Tag. Wir überlegen 20 Millionen Barrel-Wahnsinn etwa, da durchlaufen. 600.000 fehlen da wieder, also auch in der Produktion. Diese Ölfelder werden entsprechend dicht gemacht, die kann man nicht mit dem Schalter wieder anklicken, sondern die werden versiegelt und dieses Hochfahren dieser Felder dauert dann auch wiederum. Viele Gasfelder, die Infrastruktur ist teilweise sehr zerstört.

Alexandra Weck: Mhm. Mhm. Hm.

INVIOS GmbH: einer der größten Gasfelder, die sich Kuwait mit Iran teilt. Die Einnahmen sind teilweise auch beschossen worden. Das sind schon Dinge und auch die Nebeneffekte dadurch. Helium wird knapper, das ist auch ein Abfallprodukt, quasi ein Derivat. Zum Abkühlen, auch zur Produktion von Chips. Und das hat wiederum auch Ketteneffekte.

Alexandra Weck: Wofür brauchen wir überall Helium in der Wirtschaft? Also sie meinen Computerchips oder

INVIOS GmbH: Ja, Also keine Chips zum Essen, keine Kartoffelchips. Also darüber reden wir sowieso nicht. Das ist ja reiner Konsum. Nein, es geht dabei ⁓ Computerchips da auch ein großes Aluminiumwerk betroffen worden, das sind Entsalzungsanlagen, das ist alles sehr, sehr sensibel. ist ein neuralgischer Punkt, wo glaube ich viele nicht wissen, dass dieser Krieg in diesem Herzen durchaus im organischen Gedanken

Alexandra Weck: Gut. Ja, Wahnsinn,

INVIOS GmbH: durchaus ein ganz funktionales Organ betrifft, was nicht ausfallen darf oder nicht zu lange ausfallen darf. Und momentan ist alles ausgesetzt. Es trotz des Stillstandes läuft es laufen statt der 130 Schiffe, die da pro Tag durchlaufen, eins bis fünf Schiffe. Das heißt also nicht nur, ⁓ Gott, es hat fünf durch, sondern da warten ja weitere 125 noch. das jeden Tag und das summiert sich jetzt schon in der siebten Woche.

Alexandra Weck: Mhm. Mhm. Ja.

INVIOS GmbH: bald auf. Die nächste Woche ist die siebte Woche, in denen der Krieg dauert. Herr Trump sagte, dass es bis in wenigen Tagen geschafft, in wenigen Wochen, nicht länger als...

Alexandra Weck: Es ist ja auch kein Krieg, Herr Kreuz. Es ist ja auch keiner, offiziell. Also ich möchte jetzt, wir wollen da vielleicht auch nicht zu viel auf diese Dinge eingehen, weil ich glaube, man könnte Episoden damit füllen, sich die Frage zu stellen, warum macht er das, was hat er sich vielleicht dabei gedacht, welche anderen Ziele verfolgt er. Ich glaube, das werden wir nicht lösen können.

INVIOS GmbH: Ich glaube, bezogen auf bestimmte Politiker setzt das aus und da sind aufmerksam von sechs bis neun Sekunden unterpassend.

Alexandra Weck: Okay. Ich glaube, was noch mal auch wichtig zu sagen ist, weil ich versetze mich jetzt auch noch mal so bisschen in den, ich sag mal normalen Anleger auch hinein, der ja auch auf sein Depot angewiesen ist oder auf die Altersvorsorge und jetzt natürlich verständlicherweise auch nervös wird. Es gibt natürlich die einen, einfach Angst haben und nervös werden und dann gibt es wahrscheinlich auch die anderen, sagen, ⁓ ich könnte ja jetzt hier ein bisschen die Marktvolatilität nutzen und Chancen finden. Bevor ich Sie dazu nochmal jetzt Ihre Meinung oder Ihre professionelle Einschätzung abhole, dazu nochmal ein Gedanke von meiner Seite. Ich meine, wir haben es ja auch wieder gesehen, was im Vorfeld an der Börse gehandelt wurde in den USA. Also immer so rund um diese Announcements, was da alles getradet wird, was sich ja niemand erklären kann, außer es geht halt ⁓ und natürlich wollen wir hier nichts unterstellen, mutmaßliche... Insider-Trades, das ist Sache natürlich der Behörden zu ermitteln. Aber ich glaube, das ist eine sehr gefährliche, unübersichtliche Lage, in der niemand von uns sehen kann, was passiert, was passiert im Markt. wir können ja auch, man kann ja gar nichts mehr vorkalkulieren. Also, sowohl für die sehr vorsichtigen Anleger als auch für die, die jetzt Chancen wittern. Was würden Sie da sagen, wäre jetzt der Weg ...

INVIOS GmbH: Hm.

Alexandra Weck: zum Gehen. Nehmen wir mal die, die schon depot und investiert sind. Und dann vielleicht die, die Cash liegen haben und noch nicht investiert sind.

INVIOS GmbH: Ja, also ich glaube aus der Situation heraus mit den 41 Jahren, die ich ja schon diesen Zirkus ja auch mit begleite und immer auch mit aus der Vogelperspektive teilweise. Der teuerste Satz, den man, glaube ich, formulieren kann, diese Krise ist anders. Wir werden auch als Menschheit diese Krise überleben. Diese Krise ist in der Tat etwas anders, weil da wird relativ nah an einer sehr neuralgischen Stelle gezündelt. Das sollte unterblieben sein oder es sollte möglichst schnell wieder unterlassen werden. Für die Menschen, die jetzt investiert sind, ist, glaube ich, der Zeitpunkt jetzt in Panik zu verkaufen nicht gegeben, generell nicht. wenn man einen langfristigen Anlagehorizont hat. Für die, cash sind, die können durchaus in Tranchen aber bitte nochmal in Tranchen, ganz behutsam investieren, weil genau in solchen Volatilitäten, wo hohe Risiken sind, da sind halt auch große Chancen, dass man mal so ein Upside wie vorgestern, als es dann hieß, kommt dieser Waffenruhe für 14 Tage, dann machte der DAX auch 5 % nach oben. Hat dann natürlich gestern wieder 1,5 % verloren, spricht auch keiner drüber

Alexandra Weck: Mhm. Mhm.

INVIOS GmbH: Im Grunde genommen sind wir in einer sehr unübersichtlichen Situation. Deshalb Panik ist da immer ganz schlecht, weil Panik aus Angst herrührt und das ist kein guter Berater. Im Grundsatz, Cash kostet Geld. Man kriegt zwar auch einen minimalen Beitrag, aber je länger man aus dem Markt raus ist, das unter Investitionsgesichtspunkten keinen Sinn. Das sind Cash-Zeiten, weil den Tiefpunkt erwischt man sowieso nicht.

Alexandra Weck: Mhm. Mhm.

INVIOS GmbH: verkauft auch nicht zum höchsten Punkt. Das gelingt auch uns Profis nicht. Davon kann man durchaus jetzt Abstand nehmen.

Alexandra Weck: Also denen, denen das gelingt oder die sagen, dass es ihnen gelingt, da sollte man als gut informierter Anleger, was ja hoffentlich alle Podcast-Zuhörer und Zuhörerinnen sind, immer gleich skeptisch sein. Also wenn es sich zu gut anhört, dann lieber nochmal sie fragen, bevor... Ja, langfristig, ja. Also wer zum Beispiel jetzt...

INVIOS GmbH: Es geht ja nicht um den Lucky Punch, es geht ja ⁓ eine kontinuierliche Outperformance.

Alexandra Weck: Für all die, die jetzt Sparpläne haben, würden sie auch sagen, einfach weitersparen, ne? Einfach weitermachen.

INVIOS GmbH: Ja. Super Gelegenheit und die Welt noch mal wird nicht untergehen. Aber es ist eben halt sehr sehr unübersichtlich, weil es einfach zu viele Konfliktparteien gibt. Weil selbst wenn sich USA mit Iran auf eine Waffenruhe einigen sollte, innerhalb dieser Waffenruhe auf eine wie auch immer geartete Situation einigen und die Iraner scheinen sehr konsistent, ich verachte dieses Mullah-Regime aber weil es einfach unmenschlich ist, was man zumindest

Alexandra Weck: Mhm. Ja, ich glaub, da sind wir uns alle einig.

INVIOS GmbH: Aber Aber wie sie jetzt in dieser Kriegssituation sehr strategisch und sehr klar in der Kommunikation waren, ganz anders wie es in Amerika der Fall war, das Hü Hott rein, raus in die Kartoffeln, aus den Kartoffeln wieder raus, also man wusste nicht, wo man ist und das ist halt sehr sehr schwer auch für einen Investor und das hat die Kapitalmärkte maximal verunsichert. Im Grundsatz ist aber eine weitere

Alexandra Weck: Mhm. Mhm.

INVIOS GmbH: Konfliktpartei dabei. Da die Hisbollah und die Huthi-Miliz letzten Endes auch mit dazu zu zählen. Und Israel. Israel hat einen Mehrfrontenkrieg. Und selbst Israel ist auch nicht auf Spuren einer Linie. Man sieht es in der aktuellen Waffenruhe, dass sie entgegen der vereinbarten Waffenruhe der USA mit dem Iran sich nicht im Stande sieht oder genötigt sieht, sondern sie bombardiert ja weiterhin den Libanon.

Alexandra Weck: Mhm.

INVIOS GmbH: Also von daher ist das eine hochkomplexe Situation, sehr spieltheoretisch. Wenn da nur einer ausschert aus der Situation, dann kommt das gesamte System in Unwucht und sucht ein neues Gleichgewicht. Das ist sehr, komplex. Also Hut ab für die Vermittlerwender mit dem Herrn Witkoff und J.D. Vance von US-Seite, ohne dass man da gesichtsverlierend rausgehen möchte, weil die Iraner rein strategisch

Alexandra Weck: verändert sich das ganze Schachfeld quasi.

INVIOS GmbH: von den Mitteln, die sie in der Hand halten und trotz dieser Ressourcen, trotz dieser Bombardierung und dieser enorme Wille, der innerhalb dieses Systemes steckt, zu überleben. Dieses System will überleben. Für die Amerikaner, man merkt das ja immer wieder, da gibt es kein richtiges Ziel. Wenn man kein Ziel innerhalb des Krieges hat, dann kann man da nicht regisch gegenarbeiten, beziehungsweise Maßnahmen planen und so. Und jetzt arbeiten wir das ab und passen das an. Man weiß nicht, wo man hin will, dann kann man auch nicht verhandeln.

Alexandra Weck: Ja, aber ich Mhm. Das ist auch genau die Frage, weil ich habe mir das dann auch immer wieder nochmal angeschaut und ich komme einfach nicht darauf, logisch nachzuvollziehen, was ist das primäre Ziel. Das ist glaube ich genau wie Sie gerade gesagt haben.

INVIOS GmbH: glaube, den Iran, und das ist auch ein gutes Ziel, zumindest in die Lage zu versetzen, nicht eine Atomwaffe in Hand zu haben. Weil dann würden die Anrainerstaaten durchaus sehr viel mehr Angst besitzen, als sie es jetzt schon haben. Bloß auch da bin ich sehr, sehr vorsichtig.

Alexandra Weck: klar. Das ist ja seit 30 Jahren das Thema. es heißt ja angeblich, ich meine, da gibt es ja auch Grafiken. Vielleicht finden wir noch mal eine, die wir dann einblenden können für alle, die das dann im Video schauen. Wo es ja auch Grafiken gibt, wo man genau sieht, es kommen wieder News, Iran hat ein Atomprogramm fertig und das ist ja seit 30 Jahren geht das ja so hin und her. Also es ist ja nicht erst jetzt akut. Also ich meine, ich habe das ja auch noch nicht 30 Jahre verfolgt, aber es ist deutlich länger schon ein Thema auch in der Presse, in den Medien als vielleicht auch junge Zuhörer das jetzt zum ersten Mal mitbekommen hören.

INVIOS GmbH: Das stimmt Frau Weck aber das ist nur die eine Seite der Medaille. Wenn wir einfach mal auch da nochmal...

Alexandra Weck: Mhm.

INVIOS GmbH: Es ist etwas öffnen und man muss ja auch sagen, wir werden natürlich auch gesteuert durch die Medien. Und wenn man das ganz neutral sieht, ich habe damals Powell gesehen, wie er Bezug auf den Irak Saddam Hussein unterstellt hat, biologische Kampfstoffe herzustellen und dann haben sie vor der UN bestimmte Bilder gezeigt. Das war alles gefaked und das wusste auch Powell als vorlas als Außenminister und damals war glaube ich, General, um diesen Krieg zu

Alexandra Weck: Sehr gern. Natürlich.

INVIOS GmbH: verteidigen in der Bush-Familie. Das haben wir damals nur teilweise geglaubt. Damals hat Herr Schröder richtigerweise entschieden, wir werden uns nicht beteiligen und eine Allianz der Mutigen da oder der Geschlossenheit da sein. Und das ist auch gut, wie die Europäer sich aktuell aufstellen, weil es ist weder ein Verteidigungskrieg, wo die NATO einbezogen wäre, also Verteidigungsfall, Bündnisfall und dass sie sich da nicht mit reinziehen lassen. Aber im Grundsatz ist das Kind eigentlich schon in den Brunnen gefallen und ich bin gespannt, wie sich es lösen wird. Es wird sich auf jeden Fall lösen, aber ich glaube, es wird am Ende für die globale Wirtschaft belastender sein. Es werden ja schon Spiele durchgeführt, dass man sagt, ähnlich wie im Panamakanal, Suezkanal, man vielleicht eine

Alexandra Weck: Mmh.

INVIOS GmbH: Gebühr verlangen wollen. Das ist internationales Seegebiet. weiß nicht, wie man das da durchführen möchte. Auch der Ölpreis wird weiterhin, wird jetzt erstmal eine lange Zeit, meines Erachtens, oberhalb der 85 US-Dollar je Barrel sich aufhalten. Und das ist natürlich auch für die Amerikaner. Da bezahlen vier US-Dollar pro Galone. Das ist schon auch ein kritischer Wert. Wir haben noch die Midterms. Das heißt, da wird sich Trump einem

Alexandra Weck: Mhm. Mhm. Ja.

INVIOS GmbH: massiven Gegenwehr und einer massiven Abwahl sich gegenüberstehen, obwohl oder auch wenn er versucht da ein bisschen die Briefwahl noch ein bisschen einzudampfen und den Poststempel nicht mehr zu akzeptieren. Aber im Großen und Ganzen ist ihm glaube ich leider nur temporär immer wieder klar, dass das eine ziemliche Sackgasse ist. Und am Ende werden die Kollateralschäden sehr hoch sein, weil mit jedem Tag, wo dieser Kreislauf, der weltwirtschaftliche Kreislauf mit all diesen

Alexandra Weck: Mh. Mhm.

INVIOS GmbH: mit diesen Logistiken, mit Lieferkettenprobleme haben wir schon kennengelernt bei Covid-Zeiten. Das hat ein halbes Jahr gedauert, bis sich diese Schnur, diese Ketten, diese Fahrzeuge, die sich da ineinander verkeilt haben, quasi wieder auseinanderziehen und alle in einem Gleichschritt synchronisiert weiterlaufen. ist ein großes Problem und das wirkt derzeit auch auf den Ölpreis, der kommt nämlich nicht runter. Während die Aktien, ich mal sagen, Seufzer machen und

Alexandra Weck: Das war ja, ich hab... ja.

INVIOS GmbH: einen Hoffnungsschub setzen, was auch richtig ist, aber der Ölpreis kommt nicht richtig runter. ist knapp unter 100 und hält sich da vehement fest.

Alexandra Weck: Ja, hab ja, kann ich auch noch erinnern, damals, hab ja, ich bin ja seitdem ich 18 Jahre alt bin, immer auch Toyota gefahren und hab ich ja auch jetzt noch. Und mein jetziges Auto, das stand zur Auslieferung aus im März 2020. Und ich hab extra damals im Lockdown, hab ich noch an den Toyota-Händler auch geschrieben. Und die haben gesagt, nein, es ist noch nie passiert, dass wir ein Auto nicht rechtzeitig, weil ich hab dann auch gesagt, so ja, aber Wie sieht's denn jetzt aus? Nee, nee, ist noch nie vorgekommen. Und die haben dann irgendwie zwei Wochen später sich gemeldet und auch entschuldigt und haben gesagt, Entschuldigung, Frau Weck, drei, vier Monate on top. Ich mein, es gibt viel schlimmere Sachen. will da jetzt ... ist sehr hohes Klagen auf hohem Niveau. Und es geht natürlich hier auch um viele menschliche Schicksale. Das ist uns bewusst. Aber es ist ja eben auch ein Anlegerpodcast. Börsenpsychologie. Und genau das wollten wir heute ja

INVIOS GmbH: Mh.

Alexandra Weck: dann auch nochmal in ein Licht setzen. Was erwarten Sie so für die nächsten Tage? Also nicht hinsichtlich der Kurse, weil Glaskugel haben wir alle keine, aber was ist so Ihr Gedanke zu den nächsten Tagen?

INVIOS GmbH: Die Kursen werden sich dementsprechend entwickeln. Die Bond- und Aktienpreise werden steigen.

Alexandra Weck: Also es geht je nachdem in beide Richtungen.

INVIOS GmbH: Teilweise jetzt mit korrelieren und Öl wird fallen, wenn sich dann eine Entspannung ergibt, geopolitischer Art und vice versa. Das ist so der Zusammenhang. Wir werden durch den Preisdruck, durch den erhöhten Ölpreis definitiv inflationäre Tendenzen bekommen. Je länger diese Situation dauert, desto stärker wird der Impact sein. Wir haben es ja jetzt schon gesehen, dass wir innerhalb Europas von 1,9 in Deutschland 1,9 auf 2, 7 in der Inflation, also über Zielwerte der EZB, rübergehüpft sind. Das ist schon ein ordentlicher Schnaps aus der Pulle. Und wenn das weitergeht, wissen wir alle, werden die Zinsen erhöht. Und Zinserhöhung in einem Stagflationsszenario also mit inflationären Tendenzen stark in der Wirtschaft. Schlechtestes Szenario, was möglich ist, weil eine Zinserhöhung natürlich nicht den positiven Multiplikatorprozess anfeuert. Das heißt, die Wirtschaft wird eher abgedrosselt, die Kredite werden teurer, Unternehmen stellen weniger ein, Fremdkapital wird teurer es wird weniger investiert. Das drückt auf die Arbeitszahlen. Und dann haben sie genau den negativen Effekt, das wiederum negativ auf den Konsum auswirkt, das wiederum hat Rückkopplungseffekte auf die Wirtschaft. Die produziert weniger, also Sie sehen,

Alexandra Weck: Ja. Mhm.

INVIOS GmbH: negativer Prozess und wir haben halt innerhalb Europas und insbesondere in Deutschland ein Wachstumsproblem. Wir haben auch einen Ausgabenproblem. Wir haben keinen Einnahmenproblem.

Alexandra Weck: Klar, wir haben auch ein Steuerproblem und das hat ja alles miteinander zu tun.

INVIOS GmbH: Exakt, und das kommt jetzt zur Unzeit. Dieser Krieg kommt zur Unzeit, weil wir an einem neuralgischen Punkt ökonomisch, weltwirtschaftlich, weil wir gerade in einem Wachstumsfahrt waren. Und die großen Auguren auch wirklich seriöse Institute, die IWF zum Beispiel, der sagt, das wird um und bei 100 Basispunkte, Minimum, jetzt schon an Wirtschaftswachstum pro Jahr kosten und zwar auch in den Folgejahren.

Alexandra Weck: Hm. Hm.

INVIOS GmbH: Jeder Tag zählt. Politische Prozesse haben zwar kurze Beine auf die Börse gezogen, aber sie dauern sehr lange. Wenn ich mir überlege, dass da jetzt zwei Wochen wieder nur rumdiskutiert wird und am Ende wird irgendwie so ein... Weicher Kompromiss, sowas Konsensuales rausgenommen, heißt, wir haben jetzt weitere zwei Wochen Stillstand und wir sind schon über diesen V1, das in der Flugzeugsprache, über diesen Point of No Return. Also jetzt muss man aufwenden.

Alexandra Weck: Ja, wo man ... Ich kenn das, ich war auch mal im Flugzeug-Simulator, und es gibt genau diesen Punkt, wo man sagen muss, jetzt kann man nur noch voll Schub geben, oder man kann noch auf die Bremse treten, und wenn man den überschritten hat, ist genau ...

INVIOS GmbH: Nicht mehr bremsen, sonst landet man im Acker.

Alexandra Weck: korrekt.

INVIOS GmbH: So, das heißt also, diese Lösung muss jetzt sehr zügig kommen, sonst haben wir ein etwas größeres Problem. Aber nochmal, Leben weiter, wir werden auch durch diese Krise laufen. Ich bin hier generell kein Schwarzmaler, ich bin Optimist, der Optimismus hat mich nicht getragen. Aber es ist momentan sicherlich eine sehr unübersichtliche und schwierige Situation. Ich glaube, als Anleger ist man gut beraten, wenn man langfristig investieren möchte, Sparpläne weiter durchlaufen lassen,

Alexandra Weck: Aber sie sind auch Realist?

INVIOS GmbH: sehr behutsam jetzt in solche Marktschwächephasen, die immer wieder ...

Alexandra Weck: Wäre vielleicht eine Idee, wenn man jetzt vorher einen monatlichen Sparplan hat, also viele Banken bieten das ja heute auch an, dass man auch wöchentlich, könnte man so, wenn man sagt, okay, ich habe vorher 500 im Monat gehabt, dass man das auf so Wochen aufteilt, wäre das auch vielleicht sonst jetzt eine gute Strategie für die oder?

INVIOS GmbH: Die monatlichen Beiträge erhöhen, wenn man es kann. Aber nochmal, geht darum, das ist ja auch eine Anlage, das ist eine Investition, keine Spekulation. Diese monatlichen Beiträge, die muss man auch dann wirklich über mehrere Jahre gedanklich wegtun können. Und wir haben es ja gerade angesprochen, dass es vielleicht auch den einen oder anderen momentan bei erhöhten Kraftstoffpreisen und auch erhöhten Nahrungsmittelpreisen, das wird jetzt alles durchschlagen, vielleicht nicht

Alexandra Weck: Mhm. Ja. Ja,

INVIOS GmbH: möglich

Alexandra Weck: ist das.

INVIOS GmbH: ist, noch seine Sparplanrate zu erhöhen. Deshalb Cash is King. Ich habe es ja schon mal gesagt, Cash is King, weil in solchen unübersichtlichen Situationen ist die Geldhaltung, die federt ab, die hilft einem einfach, diese temporäre Situation so ein bisschen auszuholen.

Alexandra Weck: Hm. Wenn jetzt doch jemand ganz unsicher ist, auf jeden Fall gerne auch sie kontaktieren oder?. ⁓

INVIOS GmbH: Kollegen, können uns über die üblichen Kontaktmöglichkeiten kontaktieren und invios.de ist die Internetseite, die dürfte jedem bekannt sein, aber letztendlich auch über die üblichen Kanäle.

Alexandra Weck: Super. Ja, Herr Kreuz, dann beobachten wir das auf jeden Fall jetzt nochmal weiter. Sollte sich nochmal markant etwas verändern, dann geben wir gerne wieder ein Update und wir hoffen, dass wir dem einen oder anderen nochmal vielleicht geholfen haben, die Ruhe zu bewahren oder bessere Entscheidungen zu treffen. Auf jeden Fall wie immer nicht einfach blind der Herde folgen, nicht in Panik geraten. Und ich glaube, da haben Sie heute nochmal das sehr gut eingeordnet. Und dann sind wir gespannt, wie es weitergeht. Und wir werden das auf jeden Fall weiter beobachten und schauen, was passiert.

INVIOS GmbH: Bleiben Sie entspannt.

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