#2 - "Mir ist noch kein reicher Analyst begegnet bei all den Banken, bei denen ich gearbeitet habe."

Shownotes

📌 Mehr zu INVIOS und Behavioral Finance: 🌐 Website: www.invios.de 📩 Kontakt zu Nikolas Kreuz: LinkedIn-Profil

Die 6 goldenen Regeln für rationales Investieren: 1. Ruhe bewahren – Kognition statt Emotion, Volatilität aushalten. 2. Dispositionseffekt vermeiden – Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen. 3. Einfachheit & Diversifikation – breit streuen, Kern-Satelliten-Strategie nutzen. 4. Antizyklisch handeln – günstig einkaufen, teuer verkaufen. 5. Kosten im Blick behalten – Aktivität gezielt steuern, unnötige Gebühren vermeiden. 6. Pareto-Prinzip nutzen – mit den wichtigsten 20 % der Maßnahmen 80 % Wirkung erzielen.

🎧 Bleiben Sie dran: Abonnieren Sie „Börsenbrain“ in Ihrem Podcast-Player und teilen Sie die Folge mit allen, die ihre Investmententscheidungen auf ein neues Level heben wollen, oder denjenigen, die sie vor teuren Fehlern an der Börse bewahren wollen.

AE9CbOtRtv5gD6sCW6BQ

Transkript anzeigen

Alexandra Weck: Schon mal gedacht, jetzt ist der perfekte Zeitpunkt und der Markt geht genau in die andere Richtung. Willkommen im Club und guten Morgen beim BörsenBrain, ihr Podcast rund das Thema Anlagepsychologie. Ich bin Alexandra Weck und habe natürlich heute wieder The Godfather of Anlagepsychologie mit an Bord. Nikolaus Kreuz, guten Morgen nach Hamburg.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Moin Moin aus Hamburg, wo kluge Köpfe Geld nicht dem Zufall überlassen. so hat mich auch noch nie jemand begrüßt. Herzlichen Dank. Vorweg.

Alexandra Weck: Ich überleg mir jetzt jedes Mal was anderes.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ja, das ist gut. Frisch, hanseatisch und klug, rüberkommt, das habe ich bei Ihnen ja überhaupt keine Befürchtung. Dann wenden wir uns den smarten Privatanlegern jetzt zu.

Alexandra Weck: Genau, und wir haben heute wieder einiges an Bord in dieser Episode vom Börsenbrain. Und zwar, warum Bauchentscheidungen an der Börse gefährlich sind, welche psychologischen Effekte unbewusst manipulieren und auch wieder, wie man mit Checklisten, Regeln und Systemen einfach besser wird und natürlich Praxis für den Alltag, was uns natürlich immer sehr interessiert. Weil ich muss sagen, bei der Intro Mir ist es schon so oft passiert, dass ich dachte, jetzt steige ich ein. Und dann war es genau der falsche Zeitpunkt. was machen wir da? Wie kann man das erklären? Also, was ist da so der Hintergrund? Warum passiert uns das eigentlich allen? Also, ich kenne niemanden, das noch nicht passiert ist. Was ist der Hintergrund?

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ja, weil wir letzten Endes zu 90 Prozent mit dem limbischen System arbeiten. Bauchentscheidungen fühlen sich immer gut an. Es gibt Sicherheit, das suggeriert Sicherheit, weil sie auch aus der Erfahrung gespeist wird. Und genau aus dieser Erfahrung nehmen wir Dinge auch nur noch lückenhaft wahr. Das sind die verzerrte Wahrnehmung. kommt dann noch eine Kompetenzillusion dazu. eine Over-Konfidenz-Effekt. Viele andere Effekte führen dazu, dass man dann genau das Gegenteil macht von dem, was rational logisch wäre, weil dann einfach auch noch mal zwischen Gier und Angst bestimmte Hirnregionen angeschaltet werden und uns in diese Sackgasse führen. Also emotional gefärbt, es ist lückenhaft und Wir denken immer, wir würden jetzt dann den perfekten Zeitpunkt erwischen, einzusteigen. Und das ist genau der falsche Punkt, weil der beste Zeitpunkt zu investieren war gestern und der zweitbeste ist heute, sofern es Werktage handelt.

Alexandra Weck: Mhm. Also ich kenne da auch so einen Spruch, das hat mir mal jemand auch sehr Kluges mitgegeben und das hieß, Time in the Market beats Timing in the Market. Das ist schön, dass man das ja in der Theorie weiß, aber ich fand es trotzdem immer sehr, sehr schwer, das dann auch umzusetzen und wir Menschen wollen ja auch irgendwie immer die Chancen wahrnehmen, wenn wir denken, da wären welche. Also hat auch das wieder mit unserem Steinzeitgehirn zu tun, kann man das auch wieder so erklären?

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ja, absolut. sind unser Gehirn ist auf Partner und Nahrungssuche ausgerichtet. Jetzt kommt noch was völlig irrationales dazu, für uns zumindest kaum fassbares. Etwas wie Geld, wie Zinseszinseffekte wie Aktienkurse, rot, grün blinkende Zahlen, Balken, Charts. Und damit sind wir teilweise einfach überfordert. Es heißt also auch ein faktischer Information overflow. Jeder weiß es, wenn er Nachrichten liest. Dann gibt es eine Form von Überlernen, also über zu viel Wissen auftanken. Und das macht dann wiederum auch entscheidungsunfreudig. Deshalb ist es in der Tat so und da bewegt sich ja auch immer weiter der Markt hin. Das passive Investments von vielen Anlegern, wenn die denn dann auch diese Dips aussitzen können.

Alexandra Weck: Mhm. ⁓

Nikolas Kreuz - INVIOS: Wir hatten es ja in den vorherigen Folgen von Gluteus Maximus, dass das eine ganz gute Alternative ist, sofern man nicht täglich mit dem Markt zu tun hat und ein aktives Management nicht professionell umsetzen kann.

Alexandra Weck: Und was mir jetzt noch für so ein Gedanke kommt, ich hab das Gefühl, das ist schlimmer geworden in den letzten Jahrzehnten. Also gerade auch durch ständige Verfügbarkeit von Daten. Also man guckte eben ständig aufs Handy und denkt sich, ⁓ jetzt könnte wieder ein Dip da sein. Und da gibt's ja auch so ein Meme, wo sie immer wieder sagen, also nicht sie, aber die Menschen, wo es heißt ... buy the dip und dann steht auf der anderen Seite jemand und sagt which one, ja? Weil es einfach, ja genau.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Wir sind schon Baden.

Alexandra Weck: Ja, ja, und da frage ich mich halt auch, wie war denn das vor 20 Jahren? Weil da hat man halt oder 30, man hat einfach die Zeitung aufgemacht und sich gedacht, okay, ist vielleicht ein guter Zeitpunkt, aber weiß ich noch nicht. Und heute kann man ja den ganzen Tag 24-7 alles auf dem Handy mitverfolgen. Und es gibt ja auch Assetklassen, die traden rund um die Uhr. Und ich hab das Gefühl, das ist schlimmer geworden. Oder? Wie sehen Sie das?

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ja, es hat wesentlich zugenommen. Es verführt natürlich auch. Und auch da ist unser Gehirn halt so geschaltet, dass es nicht zur Ruhe, rational, meine Entscheidung auch zu durchdenken, sondern man im Flow der Entscheidung hyperaktiv wird. Und das ist in der Regel immer schädlich fürs Depot. Also wirklich auch Position einzugehen, diesen Dip nachzukaufen. Also es ist ja auch antizyklisches Verhalten und dann aber auch Dinge laufen zu lassen. Vieles braucht Zeit am Kapitalmarkt.

Alexandra Weck: Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Die Zeit ist mit einer der wesentlichsten Faktoren. Wenn man die Disziplin besitzt und Dinge entsprechend sich auch entwickeln lässt, dann sind die meisten Asset-Klassen eigentlich auch generös zum Anleger. Sprich, man erzielt Renditen. Aber wir kappen uns die selber, weil wir zu ungeduldig werden, weil wir meinen, nächsten Tipp Glauben schenken zu müssen, dann genau in dieser Form, in diese Falle des ewigen Trainings, des Power-Trainings

Alexandra Weck: Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: zu verlieren. Und aus meiner Erfahrung her, ich weiß, als ich von der Uni kam, meine erste Arbeitgeber hatte dort eine richtige Trading-Abteilung unter dem Dach. Das ist die Cash Cow, das letztendlich das Casino, aber die Bank gewinnt halt dabei in dieser Form. Selber produziert man Kosten, viel hin und her macht die Taschen leer. Wie sagen wir hier in Hamburg, in der Regel auch, ist ein Kaufmannslied. Also von der Seite aus sind wir verführt und genau diese Verführung

Alexandra Weck: Mhm. Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Da müssen wir uns täglich frei von Mahnd. Dann wird man ein immer besserer Anleger.

Alexandra Weck: Und wenn ich da jetzt noch so ein Beispiel aus dem realen Leben vielleicht hernehmen kann, ich meine, klar, man kennt das aus Deutschland, ja, nichts ist den Deutschen so lieb wie ihr Auto und man investiert unglaublich viel Zeit in die Recherche, in die Auswahl, ins Probefahren, man geht nochmal hierhin, dahin und man vergleicht die Preise und man guckt sich die ganzen Features an. Also ich glaube, es gibt nichts, worüber so viel Zeit investiert wird wie auch in dieses Thema. Ich hab aber das Gefühl, wenn's das Thema Börse geht, dann kommen ganz viele Experten die Ecke. die Menschen trauen sich vielleicht nicht direkt auf jemanden, also sich Hilfe zu suchen und versuchen's selber oder glauben, na ja, ich weiß schon, wie's geht. Also auch da, ich seh da auch irgendwie so eine richtige Überschätzung bei vielen, die auch da anlegen wollen.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Seiten, also auch die sogenannten Finfluencer. Ich glaube, wenn man etwas wirklich in Perfektion beherrschen muss, und es gibt ja auch ein japanisches Sprichwort, investiere 10.000 Stunden, dann wirst du ein Meister sein in dem Bereich, wo du das unternimmst. Manche Finfluencer sind so jung, die bringen auch nicht mal 10.000 Stunden Lebenszeit auf den Punkt. Von daher freilich, behält man dann diese Kapitalmarkt-Erfahrung.

Alexandra Weck: Mhm. Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Und alles,

Alexandra Weck: Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: da vielleicht mit Bling, Bling und über Nacht wirst du schnell zum Millionär. Und ich gebe dir jetzt drei Tipps, wo wir sehr stark als Vermögensverwalter, Asset Manager, Portfolio Manager, sehr stark reguliert werden über die Garten, was ja auch Sinn macht. Aber da bewegt sich etwas komplett talentfrei, substanzlos in einem Universum und sagt Vorsicht, wenn da jemand 10 Prozent mehr Rendite

Alexandra Weck: Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: innerhalb weniger Stunden oder Tage empfehlen, dann ist der Gegenüber entweder Optimist oder einfach nur ein Opfer. Und ich glaube, dass wir in der Form in Deutschland wirklich einen hohen Nachholbedarf haben, was die Finanzbildung anbelangt. Und ich kenne ganz viele seriöse Menschen, sich an Börsentagen, die diese Börsentage koordinieren. Es sind sehr, sehr viele Menschen aus Film, Funk und Fernsehen.

Alexandra Weck: Mhm. Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: mit roten Schalen, mit Punk-Frisur, mit vielen Dingen versehen, mit Wiedererkennungswerten, wo man wirklich sagen kann, ja, die versuchen Finanzbildung. Den deutschen Beizug, wir lernen es ja nicht in der Schule, wir lernen es auch teilweise nur bedingt im Studium. von da, wenn man es nicht lernt, dann glaubt man halt auch manchmal dem Kaiser, der keine Kleider hat und schnelles Auto, 450 PS.

Alexandra Weck: Mhm. Mhm. Ja.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Goldkettchen und vermeintliche Attribute des Erfolges wirken natürlich verlockend. Das kommt auch aus der Schleifzeit. Wir hören dem lautesten Vogel zu. Das bunteste Gefieder ist für uns interessant. Schnelle Bewegungen an der Börse. Alles, nur in der Ecke rumraschelt, das langsame Entwickeln am Kapital, Geduld benötigt. Das wird nicht bedient in unserem reizüberfluteten Gehirn.

Alexandra Weck: Mhm. Ja. Mhm. Hm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Kein Dopaminausstoß und kein Glücksgefühl. Dazu neigen wir Menschen. Wir wollen diesen Dopaminausstoß.

Alexandra Weck: Ja, also wenn es sich so anhört, to good to be true, dann ist es ganz oft so, Ja. Haben Sie denn ein paar Beispiele vielleicht? Weil Sie kriegen ja sehr viel mit. Sie haben es ja auch gerade gesagt, Börsentage, sprechen Sie ja auch immer wieder viele Menschen an, die zum Glück eben, ich sage jetzt mal, nicht hereinfallen auf andere Fin-Fluencer, sondern die zum Glück auch zu Ihnen kommen und bei Ihnen was lernen wollen oder ... Sie haben jetzt viele Kunden über die Jahre gewonnen. Haben Sie da Beispiele aus der Praxis zu diesem Thema, was wir jetzt eingangs in der Episode mal genannt haben?

Nikolas Kreuz - INVIOS: Konkrete Beispiele, wie man es nicht machen sollte.

Alexandra Weck: Ja, auch, ja, also sowohl als auch. Also Beispiele vielleicht, wie man es nicht machen sollte und vielleicht auch, wie sie dann mit Kunden auch dran gearbeitet haben oder geholfen haben, dass es eben in eine andere Richtung geht.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ja, also ich glaube, dann ist es immer besser, weil auch das Gehirn da sehr einfach tickt, dann, dass wir nicht über die Probleme oder Anlagefehler sprechen, sondern das eher ins Positive drehen und sagen, was sind eigentlich so die wichtigsten Gebote für das professionelle Anlegen? Und das haben wir in den vorherigen Episoden ja durchaus mal angesprochen, dass man insgesamt eigentlich so die Kognition

Alexandra Weck: Mhm. Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Sprich, das Erfassen, das rationale, versuchte statt Emotionen am Kapitalmarkt wirken zu lassen, dass man frei diversifiziert, wirklich über die kompletten Anlageklassen. Da werde ich nicht müde, das ist einzige Freelunch, was wir am Kapitalmarkt haben. Man muss die Kosten achten, dass das, was Sie auch gerade richtigerweise erwähnt haben.

Alexandra Weck: Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: nicht das bunteste, das verlockendste Angebot unbedingt oder der Tipp, der Trend, der gerade irgendwie die Sau, die durchs Dorf getrieben wird, dass das letzten Endes zwar verlockend klingt, aber in der Regel auch schon eigentlich ein ausgelutschter Pfad ist, ein ausgetretener Pfad, in dem ich mich als Anleger eben halt eher unwohl fühle. Also wo viele stehen, hat man selber wenig Platz. Dann ganz klar, hatten es ja gerade mit Dopaminausstoß und auch mit dem Angstzentrum auf der anderen Seite, die inferiore Insula und die Amygdala. Das sind zwei Hirnregionen, die sehr stark ausgeprägt sind, sowohl volumenstechnisch auch in der Aktivität. Das heißt für uns dass wir bei Gewinnen nicht zu schnell realisieren sollten, sondern Gewinne wirklich laufen zu lassen, also diesen Dispositionseffekt zu vermeiden. Da waren wir auch gerade bei der passiven Anlage, diese Dips auch auszusitzen bzw. dann stur reinzukaufen, sich zu bücken und günstigere Werte dann auch einzukaufen und am Ende die Verluste zu cutten. Also wirklich, wenn es weiter nach als 20 Prozent bei etwas risikoärmeren Anlagen kann man durchaus schon sagen, bei 10 Prozent

Alexandra Weck: Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: bei Volatilienanlagen vielleicht bei 20. Aber alles, was 50 Prozent gefallen ist, muss um 100 Prozent steigen wiederum, um dann equal zu sein. Das ist bei Menschen auf nicht richtig internalisiert. da sage ich eher dann lieber Verluste kappen. Das ist letzten Endes wie ein schlechtes Date. Das sollte man auch frühzeitig kappen und dann eben nicht der Herde immer folgen. Das, man aus der Presse letzten Endes entnimmt.

Alexandra Weck: Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Wenn man der Herde folgt, dann sieht man halt auch nur den Hintern des Vordergrunds.

Alexandra Weck: Also ich sag mal, der klassische Bildzeitungsindikator.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Deskontreindikator, genau.

Alexandra Weck: Das heißt, wenn's in der Bildzeitung steht, eigentlich sollte man... dann ist man eigentlich schon...

Nikolas Kreuz - INVIOS: Das klappt ganz gut, aber nicht immer. Man sieht schon, wann Euphorie im System ist. Es gibt gute Indikatoren von CNN, der Fear and Greed Index oftmals genannt. Das ist wieder zugänglich. googelt man CNN Fear and Greed Index, also der D &D und Angst-Index oder Angst und Gier-Index. Und wenn man den sieht und da

Alexandra Weck: Nicht immer. Ja, ja.

Nikolas Kreuz - INVIOS: tendieren wir irgendwo knapp bei 100. Denn solche Phasen hatten wir, wo komplette Euphorie her. Dann sollte man Vorsicht an der Bahnsteigkante walten lassen. Und wenn wir irgendwo bei 10 oder nahe 0 sind, wenn alle sagen, Gott, die Welt geht unter und ich will keine einzige Aktie mehr besitzen, dann steigt man ein. Bestes Beispiel war Covid. Wer hat wirklich sein Herz in die Hand genommen und hat statt Klopapier und Thunfisch Aktien gekauft?

Alexandra Weck: Mhm. Ich hab tatsächlich damals ein gutes Händchen gehabt, weil ich hatte damals HelloFresh gekauft. Wie gesagt, immer Disclaimer, das hier ist keine Anlageempfehlung. ist außerdem ja jetzt schon wieder fünf Jahre her. Ich glaub, damit bin ich regulatorisch hoffentlich fein. Ich hatte damals HelloFresh gekauft, aber auch, weil ich selber ... Ich bin so ein Fan, vielleicht reden wir da auch noch mal einer anderen Folge drüber.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ja, das ist es.

Alexandra Weck: Ich kaufe gerne auch Unternehmen und Marken. Wenn ich schon Stockpicking machen möchte, dann kaufe ich gerne die Sachen, wo ich auch selber gerne Kunde bin. Weil ich das ja ultim- ... unmittelbar erlebe, was diese Firma macht. Und da merkt man ... Und ich hab auch gemerkt, warum irgendwann die Aktie natürlich dort in den Keller gerauscht ist. Weil die haben natürlich Probleme gehabt in der Delivery. Die Boxen waren fehlerhaft, dann sind die Kunden frustriert. Ich weiß das, weil ich war selber auch dabei. Aber noch mal zur Covid zurückzukommen, genau, HelloFresh. Biontech hatte ich tatsächlich auch schon bisschen vorher. Das war ja auch so eine lange Zitterpartie. Das hat ja wirklich lange gedauert, bis dann rauskam. Die schaffen's.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Nicht, dass sie dreistellig war. Nicht, dass sie dreistellig wurde.

Alexandra Weck: Genau, und dann hatte ich damals noch ... Teamviewer. Auch so ein ... So, und das waren so ein paar Sachen, was ich einfach damals gemacht hatte. Und dieser Dip, der kam ja relativ hart, aber der ging auch relativ schnell wieder vorbei, ne? Also ...

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ja. Ja, also die Gegenreaktion, das haben wir ja auch dieses Jahr im April bei Trump gesehen. Also diese V-förmige Erholung, wenn man wirklich es beherrscht, genau dann in diese Tiefs reinzukaufen und mit dem nötigen Anlagehorizont wunderbar. Sie haben es eigentlich auf den Punkt gebracht, das ist ja auch einer der Gebote, dass man sich nicht im Einzelstockpicking verliert, sondern dass man einfach breit kaufen kann. Man muss nicht die Nadel im Heuhaufen suchen. Da gibt es Lucky Punches, wenn sie sehr, sehr tief in der Materie stecken und nicht überrascht werden durch bestimmte Unternehmensprozesse, dann kann das durchaus auch sinnvoll sein. Aber der wesentliche Anlageerfolg, und zwar in der Wissenschaft, ist der determiniert von 90 Prozent. Also 90 Prozent des Anlageerfolges liegt in der Asset-Klasse, in der strategischen Allokation begründet. Das heißt nicht, den Top-Einzel-Pick zu machen, also die einzelne Aktie zu treffen.

Alexandra Weck: Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Das ist ja schon, das gelingt auch vielen Profis nicht oder den meisten Profis nicht, sondern einfach den breiten Index. Wenn eine Branche dann läuft, dann sollte man in einen breiten Index dann auch investiert sein. Dann hebt es halt alle Boote. Und einfach viel wichtiger ist es, das Richtige zu tun, als es richtig zu tun. Das heißt, wenn die Aktien laufen, wie wir es jetzt auch sehen, dass wir klare Trends haben, dass wir oberhalb der 200-Tages-Durchschnittslinie sind.

Alexandra Weck: Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: dass wir im Prinzip von einer anderen Charttechnik her, von anderen Momentumkennziffern her einen klaren Trend haben nach oben, dann muss man investiert sein und zwar in Aktien. Dann muss man auch rummachen mit irgendwelchen Unternehmensanleihen, die momentan einfach sich auch weniger rentieren, außer man geht wieder in den höheren Risikobereich und man muss dann vehement auch den Mut besitzen über die lange Sicht.

Alexandra Weck: Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: einfach auch mal Gewinne zu realisieren. Weil die Börse ist halt auch da in dem Punkt keine Einbahnstraße. Das heißt auch mal Gewinne vom Tisch zu nehmen. Gerade auch in saisonalen Mustern, wie wir sie jetzt gerade aktuell haben, August, September, sind nachweislich in den letzten 70 Jahren an allen Leitbörsen die Kurse in der Regel. Also von zehn Fällen trifft das dann neunmal zu. Fallen dann die Kurse. Dann haben wir eigentlich einen Marktrückgang. By the dip, wenn man noch nicht im Markt ist.

Alexandra Weck: Mhm. Mhm. Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Dann eventuell dann noch eine Jahresendrallye und da sich zu verzetteln und die Nadel im Heuhaufen zu suchen und vermeintlich zu finden. Das gelingt den wenigsten Analysten. Mir ist noch kein reicher Analyst begegnet bei all den Banken, über denen ich gearbeitet habe.

Alexandra Weck: Ja, das kann ich jetzt auch bestätigen.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ist doch komisch, Wenn ich eine Kompetenz habe und Alpha finde in einem Sektor, wo auch immer ich mich wohlfühle und sehr, viel lese, dann habe ich doch mehr Informationen als der Markt. Scheint wohl nicht zu sein. Weil wenn ich mehr Informationen habe, dann...

Alexandra Weck: Mhm. Das stimmt, ja. Aber man ist ja auch immer zu spät, weil ich habe ja auch mal Analyst gespielt. Als ich meine Bachelorarbeit damals geschrieben habe, habe ich nämlich über Fundamental- und technische Analyse von Bankaktien geschrieben. Das war in einer Zeit, wo sagen wir mal, in einer spannenden Zeit, über Bankaktien zu schreiben. Und ich wusste das vorher nicht, als ich mein Thema angemeldet hatte, weil das war ... 2009, 2010. Und ich hatte tatsächlich dann die ganze Arbeit fertig und hab wie eine Analyse von meinem Arbeitgeber damals gemacht, von der Aktie und hab das alles analysiert und so weiter. Und dann ist irgendwas passiert und dann musste ich halt noch einen Disclaimer drunter packen und sagen, ja, normalerweise müsste ich jetzt meine Analyse revidieren, aber ich hab Abgabetermin. Weil ja, man ist als Analyst halt tatsächlich immer auch zu spät. Also man macht ja in der Regel den Status quo, den man einfängt. Aber ja, es stimmt. Ich habe selten bisher Analysten gesehen, die sich mit dem selbstständig gemacht haben, weil sie es konnten. Also ja, das ist ein guter Punkt.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Wir sind halt alles nur Menschen und wir sind nicht der Homo rationalis, sondern der irrationalis. Wir unterliegen halt den Confirmation Bias, den Recency-Effekten, den Herdentrieben, Pattern-Effekt. Also all das, was uns der Neocortex eigentlich ausstreiben möchte, bloß der Neocortex verbraucht halt viel Energie. Der geht also dann auch wiederum in den Stand-by-Modus und hilft uns nicht. Und aus diesem limbischen System, was emotional, was subjektiv uns antreibt und eben halt dann auch in der Bankenbranche vielleicht die falschen Aktien versucht auszumerzen oder eben als auszusuchen und diese Fehler zu machen. Aber es gibt ja Lösungsansätze. sind ja schon einige da auch mit eingeklungen, dass man das akzeptiert, dass man in solchen Fehlern auch unterliegt, dass man das wahrnimmt und dass man feststellt, wie man da emotional drinsteckt. Wir hatten auch in einer der Folgen ja durchaus gesagt, ab hier ist mit Stift immer besser als das beste Gedächtnis.

Alexandra Weck: Ja.

Nikolas Kreuz - INVIOS: wirklich herunterzuschreiben. Welche Motivation hat mich dazu geführt, dass ich jetzt Aktie XYZ gekauft habe und welche Motivationen führte mich oder welcher emotionale Zustand führte mich dazu, dass ich wegguckte, als die Aktie 50 Prozent gefallen ist. Wieso schaue ich da weg? Das ist ja mein hart verdientes Geld. Das muss ich immer versuchen zu sichern. Also das steht bei uns auch in der Firma. Das ist meine Erkenntnis nach 41 Jahren. Es geht immer um

Alexandra Weck: Mhm. Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Vermögenssicherung, die Fehlervermeidung am Kapitalmarkt und Vermögen zu sichern, nach unten hin die Risiken abzuschneiden und nach oben hin mit dem Markt mitzulaufen. Das ist sehr viel konkurrenter und das ist eben auch das Pareto-Prinzip, das richtig zu machen. Also klar, Bias ist es für sich zu identifizieren. Es gibt 125, aber mit eigentlich den sechs Geboten.

Alexandra Weck: Mhm. Okay, also wir machen zu 125, beiß ist dann 125 mal eine Episode. Das kriegen wir hin.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Das kriegen wir hin und dann finden wir vielleicht auch noch weitere 125. Die Wissenschaft ist ja nicht abschließend, sondern sie entwickelt sich ja auch weiter und wissen veraltet ja auch alle zehn Jahre. Das ist ja das Schöne für all die Menschen, die weniger wissen. Die sahen sich noch gut. Dann kann ich auch die Hälfte halt auch muss ich dann nicht wieder vergessen, weil ich es nicht vor wusste. Ein Spaß bei seinen Regeln für sich selber zu definieren in der Anlage.

Alexandra Weck: Mhm. Mhm. Okay.

Nikolas Kreuz - INVIOS: mit diesen sechs Geboten eben auch zehn der wesentlichsten Fehler zu vermeiden. Damit hat man eigentlich schon 80 Prozent Wirkungsgrad. Dann Routinen zu schaffen für sich selber, zu festzustellen, an welchen Tagen bin ich eigentlich frei von Emotionen. Und dann geht man auch an die Börse. Das haben wir immer wieder eingestellt, auch in Teamsitzungen, wir haben uns täglich morgens zu Meetings getroffen, in der Portfolio-Manager-Runde, wenn ein Portfolio-Manager sagt, Mensch,

Alexandra Weck: Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Heute ist mir was das und das passiert. wir die Jungs einfach nicht an eine Desk gelassen. Konsequentes Verhalten zu sagen, du bist heute emotional nicht stabil, das ist nicht wertend, sondern einfach nur eine Tatsache am Fest.

Alexandra Weck: Mhm. Das ist in der Flugsicherung ja übrigens genauso. Da werden die Leute auch Piloten oder so. Es gibt ja einfach da Hochrisiko, Jobs und natürlich Emotionen. Man kann lernen, damit umzugehen, aber es gibt einfach, glaube ich, Situationen, da denkt man dann nicht mehr klar. Das stimmt schon, ja. Aber spannend, also ja.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Die Routine hilft da sehr. Es ist extrem spannend, aber man muss halt aufpassen, dass wir in unserer Funktion, in unserer Rolle, die wir vertreten, gerade auch im Assetmanagement, das hat mit sehr, viel Verantwortung zu tun. ist eine große Verantwortung, auf den Schultern, wenn sie denn dann auch richtig ausgefüllt wird, liegt. da muss man auch durch die Erfahrung reduziert man Risiken und man lernt auch,

Alexandra Weck: Mhm. Und, ja ...

Nikolas Kreuz - INVIOS: als kluger Mensch aus seinen eigenen Fehlern. Man lernt Rebalancing-Zyklen. Man lernt, dass dieses Market-Timing wirklich nur teilweise funktioniert, dass man sich kontrollieren muss in seinen Entscheidungen, dass man einfach auch bestimmte Rieten, fixe Systeme hat, Klage, Andelsmuster, Investmentregeln auferlegt und dabei bleibt. Das ist ganz wichtig.

Alexandra Weck: Mhm. Mmh.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Dann kann man jetzt hinter solch einem Konzept dann auch für sich eine Arbeitsroutine ableiten. Dann hat man einen klaren, logischen Investmententscheidungsprozess, der ist systematisch. Und Systematik schlägt auf jeden Fall immer Emotionalität, zumindest an der Börse.

Alexandra Weck: Ja, Und ich könnte mir jetzt vorstellen, nehmen wir mal an, da ist jetzt jemand, der all das schon mitgemacht hat, diese ganzen Schlagzeilen und dann ja entsprechend vielleicht auch auf Influencer gehört hat. Also ich sag jetzt mal die unseriösen, es gibt ja auch ein paar, die machen das wirklich gut, gar keine Frage. Aber vor allen Dingen, da hat jetzt jemand einfach ein bisschen Pech gehabt und hat auch Verluste. Ist es so Leuten dann auch manchmal eher unangenehm, dann doch sich professionelle Hilfe zu suchen? Ich meine, wir sind ja auch in Deutschland noch zusätzlich. Man redet ⁓ nicht so gerne über Geld. Nehmen wir mal an, man hat jetzt wirklich mal Pech gehabt. Merken Sie das, wenn manchmal Leute zu Ihnen kommen, dass die sagen so, boah, Herr Kreuz, ich hab hier echt ... Mist gebaut oder auf die Falschen gehört. Wie gehen Sie damit Ich glaub, wir fühlen uns ja dann immer so, wie wenn man zu den Eltern geht. Man möchte ja dann eben nicht dieses Hören so, ja Mensch, das hätte man doch wissen können. Also man will ja dann nicht die Leute noch sich noch blöder fühlen lassen. Aber wie ist da so ihre Erfahrung, wenn dann Menschen mit so einer Historie auch kommen? Was ist dann so am wichtigsten, denen nahe zu bringen und zu erklären, den Anlegern? Weil wir wollen ja hier auch jetzt ein bisschen mal den Anlegern, die vielleicht das schon mal erlebt haben, auch die Angst nehmen.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ja.

Alexandra Weck: Man kann natürlich jederzeit zu jemandem wie Ihnen danach gehen.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Das ist eine der wesentlichsten und spannendsten Fragen, die Sie, glaube ich, für die gesamten Episoden stellen können und die mir unter den Fingern rennen. Wenn wir vom Rathaus sind, wir alle klüger, also wenn wir da rauskommen. Übrigens, haben hier ein wunderschönes Rathaus in Hamburg. Eine Reise nach Hamburg lohnt sich immer. Jetzt aber hier gar nicht die Werbetrommel für ...

Alexandra Weck: stimmt. Die Podcast-Fans werden zu ihnen pilgern, ja.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ja, aber dann bitte nur in dem Zeitfenster, wo wir gutes Wetter haben. Das ist eigentlich exakt zwei Monate. Auch wenn wir hier die K-Priorität haben, nachweislich in Europa, das gehört ja auch zur Selbstverleugnung oder zumindest zur Wetterverleugnung. Nein, also man soll seine Anlageerfolge nicht verleugnen oder Misserfolge. Es gibt, denke ich mal, zwei Anlegerkategorien. Die einen und die ist Gott sei Dank eine Überzahl, kommt durch

Alexandra Weck: Sehr gut.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Erbschaft durch Unternehmensverkauf, durch Lotto-Gewinne, durch ganz außerordentliche Leistungen im Sport, in den Medien, was auch immer. In sehr kurzer Zeit so sehr viel Geld. Und diese Menschen sind sehr spezialisiert in ihrer Professionalität und können sich die Dinge nicht kümmern. Und das ist der wesentlichste Punkt, Dinge auch abzugeben. So einfach es uns fällt, wenn wir eine Darmspiegelung haben wollen, weil wir sie nicht selber an uns durchführen wollen, wie wir zum Zahnarzt gehen, vielleicht auch präventiv, was ja auch sinnvoll ist, Check-ups machen, da vertrauen wir ja auch fremden Personen, die das gelernt haben. Genau so wie wir in der Regel, wenn wir jetzt nicht mit Bling Bling und aus dem R8 aussteigen und sagen, hey, über Nacht wirst du Millionär.

Alexandra Weck: Mhm. Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Dann ist das, wenn man das wirklich gelernt hat und auch selbstkritisch die Fehlervermeidung gelernt hat, dann kann man etwas zurückgeben an genau solche Menschen. Und die machen dann nicht ihre eigenen Fehlern, die lernen. Es gibt da eine bestimmte Zielgruppe auch von Menschen, die selber auch daran lernen wollen. Also die nehmen wir mit an die Hand, die setzen wir mit rein und die können auch selbst entscheiden.

Alexandra Weck: Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: auf einer eigenen Depot-Basis Dinge erlernen und herangeführt werden. Das kann man mit sehr guten Instrumenten wie aktiven Fonds oder ETFs machen. Und dann gibt es natürlich auch, das ist Gott sei Dank wirklich nur ein kleiner prozentualer Anteil, die es unbedingt selber versucht haben. Und leider ist es misslungen. der Region gibt es auch etwa 80-20, 80 Prozent scheitern an der Börse, weil sie genau nicht

Alexandra Weck: Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ich was sie da tun und wie auch das Gehirn funktioniert. Es ist genauso, wie wenn man ohne Kenntnis sich in ein Flugzeug reingesetzt wird oder ohne Kenntnis ein Menschen vor einem liegt und man jetzt eine Herz-OP machen soll. Man weiß nicht, was man da tut. So, und dann ist es gut, man sich ehrlich macht und frei sagt, da ist jetzt nicht unbedingt das Kind in den Brunnen gefallen, aber teilweise ...

Alexandra Weck: Mhm. Ja. Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ich gehe jetzt da zum Experten, zum wirklichen Experten und es geht wirklich in jegliche Couleur, aber diese Anleger schafft es sehr sehr gering, die dann ein oder zwei Millionen faktisch verspielt haben, aber dann rechtzeitig auch fest der Mensch, da ist noch etwas und ich möchte das bewahren. Es geht ⁓ Vermögenssicherung und das kann man letzten Endes nur, wenn man wirklich keinen Unfug an der Börse betreibt, wenn man das systematisch betreibt, wenn man

Alexandra Weck: Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Diese Punkte, die wir heute sehr ausführlich besprochen haben mit praktischen Beispielen, wenn man die umsetzt und wenn man sich seine eigenen Biase, seine eigenen Fehler, Anlagefehler bewusst wird und die Vermeidung, sobald man feststellt, das überfordert mich, dazu habe ich keine Lust, ich habe keine Zeit, ich habe spannende Themen in meinem Leben, ist es in Ordnung. Aber dann sollte man nicht selber rumwurschteln, sondern es dann wirklich den vertrauensvollen Händen abgeben. Aber nicht leutselnd.

Alexandra Weck: Mhm. Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: immer auf selbstkritisch und kritisch auch gegenüber den Bankern oder Vermögensverwaltungen und Portfolienmanagern sein und diese Dinge quartalsweise mindestens halbjährlich oder jährlich kritisch reflektieren. Und meistens vielleicht auch nicht nur auf ein Fuß zu stehen, sondern so ein Dreifuß, Dreispungenthematik, drei unterschiedliche Anlage, Stile auch zu wählen. Das kann über unterschiedliche Fonds sein, über unterschiedliche Portfolienmanager, die andere Stile haben.

Alexandra Weck: Mhm. Mhm. Okay.

Nikolas Kreuz - INVIOS: ist einfach bereit zu diversifizieren, auch über den Managementstil hinweg.

Alexandra Weck: Und genau, wir hatten ja auch gesagt, die Anleger wollen, man will ja immer Sicherheit, auch das Stichwort Vermögenssicherung. Das Gehirn will aber die schnellen Antworten und deswegen sucht es ja so nach Mustern. Sie hatten das ja auch in der Recherche aufgeschrieben, das sogenannte Pattern-Seeking. Können Sie dazu vielleicht noch mal so ein kleines bisschen an der Stelle ausholen, was das bedeutet? für die Anleger.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ja. Ja, Pattern Seeking, also es ist ein Surrogat beziehungsweise ein Substitut für viele Biases. Im Grunde genommen geht es eben halt die Fehler, die Heuristiken, die wir machen, falsche Conclusio zu ziehen, weil wir eben mal die Abkürzung gehen wollen. an der Börse, es meistens ein Irrweg. Wie auch im richtigen Leben. Die sinnvoll erscheinende Information oder die Lösung ist meistens nicht die richtige Lösung. Also nicht oben an der Oberfläche kratzen, sondern man muss einfach auch mal tiefer Lustverlust schaffen und oder haben und in der Form einfach dann diese Biasse auch vermeiden. Da gibt es den Overconfidence-Effekt beispielsweise. Es heißt einfach, dass man sich in der Regel immer wieder aufgrund hohes Selbstvertrauens, aufgrund einer überzogenen Selbstüberschätzung, ja, meint, man hat einen Gewinn erzielt oder mal zwei, drei Aktien, 10, 20 Prozent erzielt, Gewinn erzielt, dass das auf eigene Fähigkeiten beruht.

Alexandra Weck: Mhm. Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: ist auch ein Teil des Glückes oder man hat sich da auch viel Mühe gegeben, auch zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein. Zumindest hat man die richtige Entscheidung getroffen. Und dann neigen wir Männer insbesondere auch dazu, Erfahrung weiter zu extrapolieren und zu meinen, diese Entscheidung beruft auf eigenen Fähigkeiten. Das ist also die Selbstüberschätzung. Meistens ist das Ego einfach größer als die Rendite.

Alexandra Weck: Hm? Nichtsdestotrotz, wenn wir hier noch einmal auf das Thema Männer und Frauen kurz eingehen, was ja trotzdem die Männer als Vorteil haben, aufgrund dieser Overconfidence passiert ja Folgendes, die Männer trauen sich zumindest mal an der Börse zu starten und probieren mal Dinge aus und sammeln Erfahrungen. Und viele Frauen trauen sich das jahrelang nicht und fangen erst später an. Und deswegen sind am Ende die Männer sind ja gar nicht. Ich sag mal besser, aber sie haben trotzdem mehr Erfahrung. Sie haben halt mehr Fehler schon früher gemacht. Und das ist natürlich auch so gesehen ein Investment, was die in sich selbst quasi schon getätigt haben. Und das fehlt natürlich am Ende Frauen in der Erfahrung ganz oft. Also das sieht man halt immer wieder, wenn man sich damit dann auch beschäftigt. Insofern ...

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ja, das weiß ich, die sich die Antwort selber gegeben, aber in der Tat, es fällt mir auf oder ist mir in meiner beruflichen Karriere immer wieder aufgefallen, ich habe jetzt 25 Jahre Leitungsfunktion inne. Männer sind da etwas risikofreudiger in funktionierenden Märkten, mit einer höheren Aktienquote unterwegs. ist dann auch ein Confirmation Bias, sind höhere Renditen zu erzielen. noch ein ticken höheres Risiko ein. Die gemischten Teams sind in der Vergangenheit eigentlich immer die Hochleistungsteams gewesen. Wenn Männer gleichzeitig oder bisschen unterschiedlich unterwegs waren, mit unterschiedlichen Fitting, dann war man auch nicht in diesem Herdentrieb. Das ist auch einer der Effekte, nicht nur dieser Overconfidence oder dieser Confirmation Bias, den wir gerade hatten, Bestätigungsfehler.

Alexandra Weck: Hm. Mhm. Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: sondern eben auch der Herdentrieb, dass man das versucht zu vermeiden. Ich weiß selber, und das weiß auch jeder der Zuhörer, wenn man irgendwo in eine offene Party geht, zum offiziellen Empfang, wer will denn schon gerne alleine stehen an einem Stehtisch? Da sieht man ja immer wieder Aussätzige. Flux geht man in die Erde, die suggeriert einen ja auch in Sicherheit. So haben wir es ja auch gelernt, so falten sich Tiere.

Alexandra Weck: Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: So waren die Schwachen auch in der Gesamtherde immer geschützter. Aber es ist eben nur ein Gefühl. Und ein Gefühl hat nichts mit der Realität zu tun.

Alexandra Weck: Mhm. Das heißt, wenn wir noch mal die Bildzeitung jetzt hernehmen, dann ist eigentlich die Bildzeitung ein sogenannter Herdentrieb. Also das hat doch damit dann zu tun, würde ich jetzt mal so sagen. Wenn es in der Bildzeitung steht, dann glauben die Leute, die das lesen und sagen sich so, ach Mensch, okay, da muss ich jetzt irgendwie noch mal vielleicht mitmachen.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ja, also es gibt so eine Finanz-Belettristik, würde ich jetzt mal bezeichnen, mit wenig Tiefgang. Es gibt sehr, gute andere Plattformen. Ich kann sie gar nicht alle aufzählen. Handelsplatz, Fahrtzeit. Ich habe viele vergessen. Wo man merkt, dass da einfach seriöse Recherche betrieben wird, wo unterschiedliche Experten zusammenkommen, das ist natürlich ein ganz anderer Tiefgang und auch sich damit zu beschäftigen als

Alexandra Weck: Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Wenn man die Börsenzeitung ist ein sehr tiefgängiges System, dann muss man auch passen, dass man sich nicht zu sehr verliert. Aber die Bildzeitung würde ich nicht für Anlageentscheidungen nehmen. Das ist wirklich eine Plattform zur Unterhaltung. Deshalb heißt sie auch Bild. Es ist eine andere Zielgruppe und natürlich setzt die auf Trends. Sie motiviert eine Herde in die eine oder andere Richtung zu gehen. Aber wenn man mal diese Schlagzeilen, dann auf hohe Click-Rates verursachen, hohe Auflagen produzieren, dann weiß man, welche Motivation das hat und da geht es nicht darum, über Nacht Millionär zu werden über einen ETF oder die fünf Top-Investment-Ideen. Das hat nichts mit seriöser Anlageberatung zu tun, sondern das ist mehr Bereich, Bellestristik Unterhaltung. Man kann sich auch unterhalten, man muss nur wissen, das ist Unterhaltung. Danach gehe ich raus aus dem Zirkus und kaufe mir eine Herde von Elefanten.

Alexandra Weck: Mmh. Ja, ja. Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: weil mir die Show so gut gefallen hat.

Alexandra Weck: dann mal wieder auf das Thema der Lösungsansätze rüberzugehen. Also wenn jetzt eben die Anleger heute gesagt haben, okay, das schaue ich mir noch mal genauer an, dahinter frage ich mich vielleicht auch noch mal, weil wie gesagt, ich habe den Markt gekauft und es geht genau in die andere Richtung. Ich glaube, dass jeder, schon mal an der Börse mitgemacht hat, der kennt das oder dass man zu spät. die Gewinne mitgenommen hat, weil man gesagt hat, nein, ich warte noch. Oder man hat sie vielleicht auch viel zu früh realisiert. Aber was ist da aus Ihrer Sicht so auch ein bewährter Prozess, wo man sagen kann, so und so würde ich das jetzt angehen.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Das Wichtigste ist, glaube ich, zu starten und nicht zu warten. Die meisten Anleger machen genau diesen Fehler, den perfekten Zeitpunkt zu finden, einzusteigen. Die wichtigste Determinante ist der Zeitfaktor. Gehe ich an die Börse mit Kapital, dann habe ich keinen kurzfristigen Anlagezeitraum. Dann handele ich mit dem Wissen, dass ich das Geld wirklich nicht in fünf, sieben oder zehn Jahren benötige.

Alexandra Weck: Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Also alles, was unter zwei, drei Jahre ist, das hat mehr in Richtung Charakter Spekulation. Man muss also langfristiger Investor sein. Da kann man genau diese Dips, von denen wir immer sprachen, in funktionierenden Märkten auch aussitzen. Das ist die oberste Regel. Also zu starten, nicht zu warten und eben mit einem langfristigen Anlagehorizont auf so einer Art Pantoffel-Theorie-Depot.

Alexandra Weck: Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: dann da auch reinzugehen und zu sagen, das ist der Batzen, mit dem ich langfristig eine hohe Rendite erzielen will. Genau in solchen Phasen, wo es dann konjunkturell abwärts geht, sind Börsen meistens auch in der gleichen Korrelation unterwegs. Dann brauche ich eventuell Geld, weil ich meinen Job verliere, etc. Dann sollte man nicht an eine Börse Geld anlegen. Auch dieser Top-Tipp, Nacht Millionär zu werden, das ist Unfug. Das hat jetzt mit Syriösi...

Alexandra Weck: Mhm. Mhm. Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: oder mit seriösen Investmentideen zu tun, man verdient an der Börse, ich sage häufiger immer, Ertrag kommt von Ertragen. Das geht auch mal teilweise weiter runter. Es sollte bloß nicht mehr als 20 Prozent fallen, weil da muss man einfach mal Verluste kappen. Das ist einfach ein System, das sich bewährt, mittel bis langfristig. Ansonsten wirklich zu starten. kenne viele, die dann nervös am Seiten austippeln und den Einstiegszeitpunkt verpassen, da in mehreren Branchen zu investieren, dann hat man, glaube ich, schon sehr, viel erreicht. Und den Hauptfehler, den man immer wieder sieht, das ist die fehlende Diversifikation. Man kann, das ist das einzige Free-Lunch, wir, also ein freies Mittagessen, was jeder ganz einfach über diese wunderbaren Instrumente, ETFs, aktive Mischfonds, die mit ETFs unterwegs sind, da gibt es sehr, sehr gute.

Alexandra Weck: Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: auch in Hamburg, auch in anderen Großstädten, wo ich sage, da kann man ordentlich schlafen, ruhig schlafen, wenn man es einfach breit diversifiziert, sein Portfolio mit unterschiedlichen Anlagestieren über unterschiedliche Länder, über Sektoren, einfach bereitspollen zu lassen und es laufen zu lassen. Gewinne laufen zu nicht diesen Dispositionseffekt.

Alexandra Weck: Hm. Hmm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: zu unterliegen und die zu realisieren, die Verluste lässt man nach unten durchrutschen. So funktioniert keine seriöse Vermögensanlage.

Alexandra Weck: Ja. Ja, und Sie hatten ja auch gesagt, bei Ihnen in Ihrem Framework von der InVios geht es ja auch darum, dann Regeln zu definieren, also auch schon im Vorfeld, also sich selber Regeln zu definieren, was mache ich wann, oder auch Checklisten anzulegen, warum investiere ich, was sind die Kriterien etc. Und dann aber auch, sich Routinen einfach zu schaffen. Ob das jetzt, ich finde es super, zum Beispiel Sparpläne, ⁓ Weil das nimmt mir die Entscheidung einfach ab. Ich weiß, ich hab so ein paar Sachen, wo ich so jede Woche einfach mit einem Kleingeld reingehe und ich weiß dann nach einem Monat, okay, ich hab jetzt den ganzen Monat einmal in der Woche an dem Titel partizipiert und mir ist total egal, wo der jetzt gerade steht. für mich ist zum Beispiel auch, ja, es ist ausgelagertes Stress, wenn man es einfach ein bisschen automatisiert, ne? Ja.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ja, richtig. Und Frau Weck, vielleicht auch für alle, die jetzt so lange zugehört haben, mal einen richtigen Geldwertenvorteil produziert. Sie sprachen die Sparerpläne an. Wunderbares Instrument. Man kann damit 25 Euro starten. Darauf achten, dass man die Kosten reduziert, also möglichst keine Transaktionsgebühren, keine Ausgabeaufschläge bezahlt bei Investmentfonds, keine Switchgebühren und das monatlich laufen zu lassen. Jetzt gibt es den Tipp.

Alexandra Weck: Ja.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Machen Sie es nicht wie die Herde, zu jedem Ersten einziehen zu lassen, so wie man Versicherungen laufen lässt, Mieten in Sender, sondern immer zum 15.1. Monats. Machen wir wieder 10 % aller Anleger, das ist der sogenannte Monatsultimo-Effekt. Wir Fondsmanager wissen das, dass viele ihre Sparpläne, dass immer den 1. Rom, Ende eines Monats, Anfang eines Monats Gelder in unsere Fonds fließen.

Alexandra Weck: Mhm. Okay, warum?

Nikolas Kreuz - INVIOS: Was machen wir? Wir investieren, auch wie die Herde, relativ zeitnah immer an diesem Zeitpunkt. Man kauft also infinitisimal in einer überwärteten, leicht überwärteten Situation steigt man in die Börse ein. Am 5. in der Regel kauft man tendenziell immer etwas günstiger ein. Das summiert sich im Jahr auf 1%.

Alexandra Weck: Mhm. ⁓ spannend.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Das heißt, Sie kaufen mit dem gleichen Sparplan, mit der gleichen Methodik, bloß nicht zum ersten, sondern zum 15. eines Monats. Das ist ein wissenschaftlich fundierter Monat-Equimo-Effekt, kann man googeln. Wenn Sie das tun, Ihre Sparpläne nicht auf den ersten laufen zu lassen, sondern zum 15. und das durchlaufen lassen, dann sparen Sie 1 % an Überbewertungen, die Sie einsteigen, weil Sie zum ersten einsteigen. Also kaufen Sie zum

Alexandra Weck: Mhm.

Nikolas Kreuz - INVIOS: nicht zum ersten, sondern zum 15. Summiert sich der Vorteil auf 1 % im gesamten Jahr. Und wenn man dann die 72er-Regel dazu nimmt, beiläutet, Sie, das erkläre ich jetzt, genau, wenn Sie 72 durch die erwünschte oder erzielte Rendite teilen, dann sehen Sie im Ergebnis, wie viele Jahre es dauert, bis sich Ihr Kapital verdoppelt.

Alexandra Weck: Mhm. Ja, das erklären Sie bestimmt.

Nikolas Kreuz - INVIOS: So, wenn wir sagen 72 durch 1 % Vorteil im Jahr erzielen im ersten Jahr, dann sind das 72 Jahre. Das heißt, mit der Anlage, obwohl ich es jetzt nicht am 1., sondern am 15. praktiziere, verdauble ich mein Ergebnis nach 72 Jahren. Jetzt sagt natürlich jeder Mensch.

Alexandra Weck: Aber nur aufgrund von diesem einen Prozent. Ich meine, man hat ja dann noch sowieso den anderen Anstieg. Aber nur, wenn man einfach an einem anderen Tag den Sparplan macht, hat man auf 72 Jahre hin verdoppelt.

Nikolas Kreuz - INVIOS: die Anlage verdoppelt, ja, nach 72 Jahren. Das muss man sich mal vor Augen führen. Und man macht ja nichts anderes. Man wählt nicht irgendeinen anderen Investment-Sparplan aus. Man wählt nur einen anderen Rhythmus aus. Und weil die Herde das immer falsch macht und man selber gut steht, wo man nicht in der Erde steht, das versuchen wir ja auch in der Neurophalien jetzt immer wieder, mantra-mäßig den Menschen beizubringen, ihnen zu helfen, die richtigen Entscheidungen zu treiben.

Alexandra Weck: Ja ja. Ja, wenn der Blitz in der Herde einschlägt, dann ist man auch dabei, ne?

Nikolas Kreuz - INVIOS: Genau, also dann lieber mal zum 15. Einschlagen an der Börse, da wird man Prozent pro Jahr und am Ende verdoppelt sich das Kapital, weil im Schnitt werden wir ja auch alle mindestens 72 Jahre, Gott sei Dank.

Alexandra Weck: Ja. Okay. Also ich, das heißt aber auch, man muss früh anfangen, also aber auch an alle, die noch nicht angefangen haben. Es ist nie zu spät, also es ist nie zu spät anzufangen. Es ist nie zu spät, auf Herrn Kreuz noch zuzukommen. Ja, also jederzeit gerne. Ja, aber sie sind, sie sind der gelernte Portfolio-Manager und

Nikolas Kreuz - INVIOS: Kommt auf die Karte! Auf und weg!

Alexandra Weck: Sie sind da der Experte auf dem Gebiet, also ich würde trotzdem die Kunden dann an sie weiter verweisen. Also, ja, jederzeit.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ja, Frau Weck faktisch ist es so, wenn Sie etwa 500 Euro im Monat sparen, das über 25 Jahre, dann sind Sie Millionär. Und zwar bei einer durchschnittlichen Rendite von knapp 6 Prozent. Und das ist das Minimum, was man über langfrist als international, also global anlegender Investor auf erzielen darf und sollte nachkosten. 500 Euro monatlich in 25 Jahren. Wie mal da um bei der

Alexandra Weck: Ja ja!

Nikolas Kreuz - INVIOS: wirklich im Kapitalmarkt Rendite haben, Aktienmarkt, sind Sie Millionär, da brauchen wir doch nicht Lotto zu spielen.

Alexandra Weck: Das stimmt und vor allen Dingen, wenn man das auch so sieht, weil in Deutschland ist ja immer noch so dieses Motto manchmal, Geiz ist geil und die Leute geben aber an den falschen Sachen das Geld aus und sparen es aber an den falschen Enden auch. Und ich würde sagen, in die Finanzbildung für sich selber zu investieren, ist einfach immer gut, ja, weil man lernt, man lernt eben da was fürs Leben oder eben auch, sich einen Experten an die Seite zu stellen. der einen da mal ein paar Jahre begleitet wie sie, ich meine, ihr Thema ist ja auch, die Menschen weiterzubilden. Also es ist ja nicht, es gibt ja auch Kollegen in ihrem Vermögensverwalteruniversum, die sagen, nein, also wir managen das, aber wir machen das und der Kunde kriegt halt dann das Reporting. Das ist ja bei ihnen deutlich auch anders. Die wollen ja auch die Menschen ja selbst befähigen, den Markt zu verstehen. Und ich glaube, das sollte man sich immer wieder auch noch mal bewusst machen, dass auch ein Investment in sich selber am Ende irgendwo ist, wenn man das Thema Finanzen einfach versteht. Und genau, also ich habe es auch in der Schule nicht gehabt. Ich habe es nur durch die Bankausbildung gelernt. Aber dort lernt man auch nichts über Anlegerpsychologie, also selten. Insofern, der Podcast ist für mich auch Weiterbildung auf dem Thema. Und ich glaube, Ich glaube, besser als mit dem Sparplan Hack für heute können wir es auch gar nicht unbedingt noch besser und wertvoller machen. Daher würde ich noch mal sagen, wir fassen hier zusammen. das Bauchgefühl ist nach wie vor immer noch der größte Feind unserer Gehirn ebenso. Und ja, mit Systemen und Regeln, wie zum Beispiel am 15. zu investieren statt am 1. können wir uns unabhängiger von Stimmungen und Stress machen. Ja, und ich würde sagen, wir geben den Zuhörenden noch mal eine Aufgabe für diese Woche, also noch mal den letzten emotional getriebenen Investmentmoment rauszusuchen. Ich weiß genau, welcher es bei mir war, und ich lieg massivst hinten, und ich werde vielleicht auch dieses Papier verkaufen. Wenn ich's dann getan hab, sag ich dann mal, welches es war. Aber ich glaube, ist immer ganz gut, dass man sich noch mal verinnerlicht, was war der letzte super emotional getriebene Investmentmoment und wie hätte man sich davor schützen können. Bei mir war, ich hätte mich, glaube ich, davor schützen können, ich hätte nicht auf die Headlines und die ganzen Analysten hören dürfen, die das total gehypt haben. Aber ich habe es trotzdem gemacht, insofern.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Die Nikos dieser Welt, das kann auch in etablierten Branchen passieren. ThyssenKrupp sieht man momentan über viele dieser Fälle. Viele dieser Beispiele muss man gar nicht in Richtung Wirecard denken mit Energie. Es passiert halt und deshalb nochmal auch da die Diversifikation ist ein ganz wesentlicher Treiber. haben Angst auf den Punkt gebracht. Allein mit dieser Regel

Alexandra Weck: ⁓ ja.

Nikolas Kreuz - INVIOS: des systematischen Sparens kann man ordentliche Renditen erzielen.

Alexandra Weck: Ja, dann würde ich sagen, gehen wir damit dann in die nächste Woche und in die nächste Episode vom Börsenbrain. Herr Kreuz, vielen Dank wieder für diese ganzen Insights diese Woche. nach wie vor, wenn ihr irgendwas habt, sie irgendwas haben, melden sie sich gerne bei uns und stellen sie auch gerne Fragen zu den Episoden. Dann nehmen wir das gerne mit in die nächsten Börsenbrains mit hinein. An dieser Stelle vielen Dank für den Austausch und bis nächste Woche, Herr Kreuz.

Nikolas Kreuz - INVIOS: Ich hab zu danken

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.