#33 - Altersvorsorgedepot: Was der Riester-Nachfolger ab 2027 wirklich bringt
Shownotes
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Die 6 goldenen Regeln für rationales Investieren: 1. Ruhe bewahren – Kognition statt Emotion, Volatilität aushalten. 2. Dispositionseffekt vermeiden – Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen. 3. Einfachheit & Diversifikation – breit streuen, Kern-Satelliten-Strategie nutzen. 4. Antizyklisch handeln – günstig einkaufen, teuer verkaufen. 5. Kosten im Blick behalten – Aktivität gezielt steuern, unnötige Gebühren vermeiden. 6. Pareto-Prinzip nutzen – mit den wichtigsten 20 % der Maßnahmen 80 % Wirkung erzielen.
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Transkript anzeigen
00:00:05: Willkommen zum BörsenBrain, dem Anleger Psychologie Podcast.
00:00:08: Ich bin Alexandra Weg
00:00:11: und ich bin Niklas Kreuz von InVios in Hamburg.
00:00:16: Ebenmaliger Banker und heute Gründer des Instituts für Vermögenssicherung und Assetmanagement.
00:00:21: Dazu auch Vorentweise und Spezialist für Behavior Finance.
00:00:25: Ich helfe Ihnen zu verstehen warum unser Gehirn beim Investieren oft unser größter Feind ist!
00:00:30: Und egal, ob sie ihr Portfolio selbst optimieren professionell verwalten lassen oder einfach die Psychologie dahinter verstehen wollen.
00:00:37: Hier bekommen Sie die wissenschaftlich fundierten Antworten statt oberflächliche Aktientipps
00:00:42: Denn erfolgreiche Geldanlage hat weniger mit Marktprognosen zu tun als mit der richtigen Einstellung.
00:00:48: Genau diese Psychologie analysieren wir heute wieder für
00:00:51: Sie.
00:00:52: Also lassen Sie uns gemeinsam in die faszinierende Welt der NeuroFinance eintauchen.
00:00:59: Wir reden hier über Aktien und andere Investments, wir haben auch keine Kristallkugel.
00:01:04: Alles was Sie hören sind Gedanken- und Perspektiven.
00:01:07: Keine konkreten Kaufempfehlungen!
00:01:09: Wer investiert, übernimmt Verantwortung – und manchmal ein kleines Risiko.
00:01:14: Und falls sie dachten das kommt mit Fischbrötchengarantie?
00:01:18: Leider nein.
00:01:19: InVios macht das Ganze offiziell.
00:01:22: Wir sind vertraglich gebundene Vermittler unter der Haftung der NFS-Netfond Financial Service
00:01:27: GmbH in
00:01:28: Hamburg.
00:01:28: Herzlich willkommen zum Börsenbrain!
00:01:31: Heute mal wieder in der Konstellation, in der wir ja mal angefangen haben.
00:01:37: Mein Name ist Alexandra Weg und ich habe heute wieder Herrn Kreuz an meiner Seite.
00:01:43: Und wir wollen heute über ein Thema sprechen das natürlich gerade... Ja, ich würde fast sagen ganz Deutschland bewegt man kommt auch gar nicht drum herum.
00:01:53: und nein es ist nicht unser Kanzler sondern es ist die Altersvorsorge.
00:02:02: Herr Kreuz, wir wollen heute über das Alters-Vorsorgedepot sprechen!
00:02:07: Ja, moin moin aus Hamburg!
00:02:10: Eine Frage bevor wir dann auch offiziell reinstarten Sie treffen heute ihr fünfundachtzigjähriges Ich und es darf Ihnen genau einen Satz sagen welcher wäre das?
00:02:24: Naja, ich sag mal sicherlich nicht der Satz hättest du bloß weniger investiert.
00:02:29: Sondern vermutlich schade er das noch nicht früher angefangen hast.
00:02:32: und genau darum geht es... Heute vorweg, schätze ich mal.
00:02:35: Okay also ich habe es schon angeteasert das Altersvorsorge-Depot ein angeblicher Riester Nachfolger.
00:02:43: Herr Kreuz sie sind ja dafür bekannt auch sehr offen und ehrlich Dinge einzuordnen.
00:02:48: deswegen werden Sie ja auch so geschätzt und jeder möchte immer gerne auch Selfies mit ihnen auf Börsentagen machen bei dieser Sache.
00:02:56: jetzt geht es dabei.
00:02:57: ist es ein richtiger Meilenstein oder ist es nur alter Wein in neuen Schläuchen?
00:03:04: Ja, also vielen Dank erstmal dafür die netten Worte.
00:03:07: Ich glaube es ist ein wirklicher Meilenstein.
00:03:09: man hat es verstanden.
00:03:11: Es ist emotional das Thema, die eigene Altersvorsorge.
00:03:14: der Urlaub dauert zwei Wochen und die Rente ist hoffentlich länger als dreißig Jahre.
00:03:18: da lohnt sich also die Vorbereitung.
00:03:20: Das wird spannend.
00:03:20: ich glaube auch allumfassend kann man das Thema gar nicht so früh jetzt schon begleiten.
00:03:25: aber ich bin der festen Überzeugung dass wenn man jetzt früh startet dass man auf lange Sicht nach hinten raus extrem viel richtig machen kann.
00:03:34: Und Deutschland hat ja schon viele Modelle, also das Ausland guckt ja auch immer auf Deutschland und fragt sich was machen die eigentlich dort?
00:03:43: Deutschland hat Rista, Rüro, BAV gesetzliche Rente
00:03:47: usw.,
00:03:48: da blickt man ja kaum noch durch.
00:03:50: Brauchen wir denn noch ein Modell?
00:03:52: und lassen Sie uns das doch mal einordnen für all die, die so gar keinen Plan haben.
00:03:57: Worum geht's dabei jetzt?
00:03:59: Also in der Tat, Sie haben es richtig angeschworen.
00:04:01: Wir haben extrem viele Produkte aber kein einfaches System.
00:04:05: und das ist genau das Problem.
00:04:06: wir haben.
00:04:07: Eine Vizza an Werkzeugen im Werkzeugkasten mindestens zwanzig Schraubenzieher.
00:04:12: nur erklärt niemand uns welche Schraube passt jetzt zu welchen Schraubenzieher.
00:04:17: Das Altersvorsorge-Depot soll den Kapitalmarkt endlich zum selbstverständlichen Teil der Altersvorsorge machen.
00:04:24: Das ist längst überfällig, die Niederländer machen es, die Österreicher machen's besser, die Amerikaner haben das glaube ich mitentwickelt.
00:04:31: Es wird langsam Zeit, dass der Deutsche Michael aufwacht und sich genau auch diesen Kapitalmark öffnet und seine Altersversorgung vertrauensvoll in diesen Markt reingibt weil das Produktivkapital da lässt.
00:04:42: lassen sich ordentliche Renditen auch erziehen?
00:04:45: Ja, und ich erlebe das natürlich in der Schweiz genauso.
00:04:47: Also hier ist es ganz normal dass man eben auch sein Geld anlegt auf dem Depot und dass das dann entsprechend für die Altersvorsorge auch genutzt werden kann.
00:04:58: ja also hat er hier dieses drei Säulenmodell.
00:05:02: von daher... Es ist längst überfällig, dass das in Deutschland passiert.
00:05:06: aber was ist jetzt genau so neu daran?
00:05:09: Also mal wirklich für jemanden der gar keine Ahnung hat, der jetzt davon hört Ähm, was passiert da?
00:05:17: Was vorher nicht passiert ist.
00:05:18: Wie funktioniert das?
00:05:19: Was muss man vielleicht wissen noch zum Start und warum hat es auch so lange gedauert also?
00:05:24: Es gab ja schon länger mal Vorschläge aus der Politik.
00:05:28: Ja, das ist
00:05:28: schon
00:05:29: längst überfällig.
00:05:31: Mathematik ist halt stärker als Politik die wirkt.
00:05:34: immer weniger Beitragszahler finanzieren immer mehr Rentner umlageverfahren Geburtenraten singen Lebenserwartung steigt dass die gesetzliche Rente eben halt da auch nicht mehr sicher ist, beziehungsweise in der Form auch etwas ergänzend dazu kommen muss.
00:05:49: Das liegt halt auf der Hand.
00:05:51: Ich sagte ja schon das Produktivkapital was den Aktienmarkt anbelangt es ist für unsere Zukunft wer in Unternehmen investiert profitiert von Innovationen von Digitalisierung KI is in aller Munde medizinischen Fortschritt Robotik also von all dem was Wirtschaft eben halt künftig auch trägt.
00:06:10: und deshalb ist es so wichtig, dass man letztendlich als Sparer, als fürsorgender, vorsorglicher, denkender Mensch eben halt in dieses Kapital dann auch oder in diesen Bereich investiert.
00:06:24: Das ist das ganz große und wichtige dabei.
00:06:28: Also sowas wie Aktien gegen den demografischen Wandel?
00:06:32: Korrekt!
00:06:33: Und warum fällt?
00:06:37: Wir reden ja auch viel immer über Anlagepsychologie und da kommen wir jetzt dann natürlich auch gerade wieder dazu rein.
00:06:44: Warum fällt uns das denn so schwer?
00:06:45: Weil ich meine, wir könnten ja einfach selber unser Geld nehmen und fürs Alter aufs Depot legen.
00:06:53: Das ist richtig!
00:06:54: Aber die meisten Menschen denken sie treffen rationale Finanzentscheidung.
00:07:00: Wahrheit entscheidet zunächst aber unser emotionales Gehirn.
00:07:02: Und wir haben das ja so häufig als Thema hier.
00:07:05: Und dann heißt es letztendlich, das liebt sofortige Belohnung des Gehirns.
00:07:09: Was machen wir in diesem Present-Bias?
00:07:12: Alles ist quasi gegenwärtig und das wollen wir auch sofort haben wie ein kleines Kind.
00:07:17: Das ist wie ein Smartphone, das fühlt sich halt großartig an.
00:07:20: Das wollen wir unbedingt haben, da wollen wir schnell ran.
00:07:23: Geld für die Rente zurückzulegen, führt sich eben halt wie Verzicht an.
00:07:28: Neurobiologisch fühlt es sich an als eine Bestrafung.
00:07:32: Unser Gehirn bewertet ... Unmittelbar Freude, viel höher als zukünftigen Nutzen.
00:07:38: Deshalb verschieben Millionen von Menschen ihre Vorsage.
00:07:42: Das ist weniger die Faulheit und auch nicht die Unwissenheit.
00:07:45: Dafür haben wir jetzt zu häufig in der Presse über dieses Thema gesprochen.
00:07:48: Sondern weil unser Gehirn genau so gebaut ist wie es gebaut ist.
00:07:53: Wir wollen kurzfristig Gewinn maximieren für Lust maximierend ein Dopamin-Ausstoß wollen wir haben.
00:08:00: das erleben wir ja auch am Handy.
00:08:02: aber Das Gegenteil sollte uns eigentlich näher sein, nämlich Luschtverlust, Verzicht und dann letztendlich am Ende eines Erwerbslebens auch noch nicht nur auf die gesetzliche Rente angewiesen zu sind.
00:08:19: Ja okay!
00:08:19: Und Sie haben es ja schon häufiger gesagt und wer das regelmäßig verfolgt, der kennt diesen Spruch von Ihnen, unser größter Gegner sitzt ja gar nicht an der Börse sondern ne?
00:08:31: Unter anderem, ja hier.
00:08:34: Also mit... Wir sitzen morgens mit uns im Bad, ja?
00:08:36: Im Spiel.
00:08:38: Genau!
00:08:40: Jetzt vielleicht noch ein weiteres Thema.
00:08:42: also warum oder war Ries da eigentlich wirklich so schlecht?
00:08:46: oder weil irgendwie gefühlt redet dann niemand mehr drüber?
00:08:50: eine Zeit lang hat es irgendwie jede Bank auch im Schaufenster gehabt also auch Werbung dazu.
00:08:57: Aber was ist denn jetzt mit Riester?
00:08:59: Macht überhaupt Riester noch Sinn, macht man noch Riester.
00:09:01: War das so schlecht?
00:09:03: Ja also ich selber habe noch einen Riester-Vertrag der eigentlich unsinnig ist.
00:09:07: er läuft weiterhin durch.
00:09:08: Mit einer hohen Aktienquote.
00:09:10: konnte ich damals auswählen als ich damals noch angestellter war bei der UBS und bei der Deutschen Bank und zwei Landesbanken?
00:09:18: Riester komplett über Bord zu werfen und dafür da nichts zu machen macht keinen Sinn.
00:09:25: Die Riester-Produkte waren mit guter Absicht konzipiert.
00:09:31: Die Rahmenbedingungen waren außerordentlich schlecht, die Produkte wurden immer komplexer und teurer weil Anbietern das ist eben mal das Verwerfliche daran auch Garantien einbauen mussten teilweise eben halt auch dass noch gerappt haben mit gewissen Versicherungsprodukten drum herum so dass keiner mehr durchgeschaut hat.
00:09:50: es war maximal komplex, maximal intransparent Und letztendlich ist es nur noch ein Verschiebebahnhof von Provisionen.
00:09:56: Unser Gehirn hast also auch in dieser Form der Komplexität, Dinge dann zu verstehen, weil's schwierig ist, weil man da eben halt auch Zeit drauf verwendet.
00:10:10: Man sieht eben auch in diesen Riesterplänen, Mensch, da gehen viele Provision gleich am Anfang ab oder dauerhaft.
00:10:16: Das sind Verluste die sich auftören das ist dann Loss Aversion und das kann man auch von Daniel Karnemann nachlesen Und dann haben wir irgendwann mal auch keine Freude mehr da dran.
00:10:26: Man schiebt es meistens weg, vergisst es hoffentlich in der Form wenn es halbwegs noch gut ist.
00:10:31: aber das Problem ist nur dass wir halt mit Riester Produkte angekauft haben die eine Garantie benötigt haben weil es so der Gesetzgeber vorgesehen hat und eine Garanti kostet immer.
00:10:46: Eine Garantiekapitalmarkt ist teuer und das frisst die Rendite auf.
00:10:51: Das ist der Grund, weshalb Riester heutzutage halt nicht mehr funktioniert.
00:10:55: Damals war es schon nicht adäquater aber es ist eben halt in der Konstruktion falsch gebaut worden.
00:11:00: besser als am Kapitalmarkt das Geld wirklich alleine laufen zu lassen, breit zu diversifizieren.
00:11:07: da kommen wir sicherlich auch gleich noch drauf zu.
00:11:10: Deshalb isst er so per se würde ich jetzt nicht das komplett Salopp gesagt in die Runde Ablage legen.
00:11:16: Aber im Grundsatz muss man wirklich überprüfen, ob man diesen Vertrag weiterführt oder eben halt nicht was Besseres findet.
00:11:24: Also ich fasse das nochmal kurz vielleicht auch zusammen.
00:11:27: Ich komme ja auch ein bisschen aus der Branche habe ja auch einige Jahre da viel gesehen.
00:11:33: Das heißt Riisa war eine gute Idee aber Was die Banken dann daraus gemacht haben und die ganzen Gesellschaften ist eben nicht der Zweck dessen gewesen.
00:11:43: Und an dieser Stelle hätte vielleicht auch der Gesetzgeber früher einschreiten müssen, weil am Ende ist ja immer wieder die Frage wie viel Regulierung ist nötig?
00:11:54: Aber wie viel ist auch nicht nötige?
00:11:56: und ich sag mal wenn man natürlich Dinge ja auch überreguliert dann werden Institute kreativ das und dann entstehen eben auch solche Themen.
00:12:06: Aber sieht man das zum Beispiel auch an den Zahlen der Riester-Verträge?
00:12:11: Haben Sie da ein bisschen was für uns mitgebracht?
00:12:14: Ja, definitiv.
00:12:16: Also nochmal auch gut gemeint ist aber schlecht gemacht dass er häufig in der Politik wenn wir auf die Riester Verträge schauen seit zehnt zwanzig siebzehn das ist ja mittlerweile auch schon bald im nächsten Jahr zehn Jahre dann sinkt die Zahl der Riesterverträge von über sechzehn Millionen auf unter fünf zehn Millionen.
00:12:36: Ähm, drei bis fünf Millionen davon sind's stillgelegt.
00:12:39: Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
00:12:42: D.h.,
00:12:42: die werden nicht mehr regelmäßig bespart?
00:12:44: Bespart
00:12:45: genau!
00:12:45: Auf Kündigen ist in der Regel immer eine schlechte Variante, weil man dann natürlich auch Fördermittel zurückzahlen muss beziehungsweise Ponelien, die in diesen Verträgen auch teilweise liegen und dann noch zahlen muss also Strafzahlung ... damit es nicht gedient.
00:13:02: Also... Wirklich aktiv bespart werden nur noch etwa zehn bis dreizehn Millionen und kann es nicht exakt quantifizieren, weil diese Daten einmal auch schwierig zugänglich sind.
00:13:11: Aber von ursprünglich mal sechzehn nur noch zehn Millionen Verträge, die aktiv sind.
00:13:16: das vertrauen bröckelt dort, bröckelte auch schon vor der Reform.
00:13:20: Und ich glaube auch dass sich das mit dem neuen aktiven Depot Mit dem Altersvorsorge-Depot so wie jetzt konzipiert ist sicherlich dieser Riesterzahl noch weiter in den einstelligen Bereich dramatisch absacken werden.
00:13:36: Ja und wir haben ja hier noch was, was dazu kommt, ich sag mal in dem Zaubertrank über den wir so reden die Deutschen sind ja nicht nur sehr viel ängstlicher als viele andere also es gibt ja den Begriff der German Angst, denen man auch überall auf der Welt kennt aber die Deutschen Einerseits viel ängstlicher und dann natürlich auch sehr gebrannt, was Aktien angeht.
00:14:03: Also wir tun uns ja gefühlt extrem schwer damit.
00:14:08: Warum ist das so?
00:14:10: Ja also im Grundsatz auch... Das gilt natürlich für unsere Episoden auch.
00:14:16: Das ist hier keine Anlageberatung.
00:14:18: Wir können letztendlich nur das beschreiben, was den Deutschen als Weltmeister im Spanen auch definiert investiert halt nicht sondern lässt das Geld auf dem Konto liegen bei einer marginalen Verzinsung, dass es vielleicht gerade so ein bisschen die Inflationsrate deckt.
00:14:35: Aber bei einem Prozent Zinsen bei zweieinhalb oder jetzt zwei Komma acht Prozent Inflation, die wir jetzt ja aktuell in Deutschland auch gesehen haben nachdem der Tankrabatt letztendlich... Oh
00:14:47: ich habe letztens da muss ich nochmal kurz einschreiten.
00:14:50: Mir ist letztes wieder aufgefallen!
00:14:51: Ich war in Deutschland und musste tanken Und es hat mir sogar richtig weh getan, weil obwohl ich ja in der Schweiz wohne.
00:15:00: Es ist hier längst nicht so teuer, ne?
00:15:03: Also das Thema Inflation ... Das sieht man dann mal was da gerade auch passiert.
00:15:10: Weil's hat keinen Spaß gemacht!
00:15:12: zu tanken in Deutschland, ja.
00:15:14: Entschuldigung, das Tanken
00:15:16: hat dann auch noch zwei Drunneneffekte, aber dazwischen sicherlich auch...
00:15:22: Bald kommen die Deutschen an eine Grenzregion in die Schweiz zum Einkaufen.
00:15:26: wenn es so weitergeht Herr Kreuz?
00:15:27: Das kann sein wir verlagern ja auch schon in dieses Hochlohnland Arbeitsplätze.
00:15:31: Aber nochmal zurückkommend auf den Punkt da sind viele Effekte inflationärer Art, aber es fühlt sich halt immer noch sicher an.
00:15:39: Wenn man ein Prozent oder zwei Prozent auf den Festgeld bekommt bei ... zwei Komma acht Prozent Inflation.
00:15:49: Fühlt sich das wie gesagt sicher an?
00:15:50: tatsächlich verliert mal Kaufkraft.
00:15:53: Das passiert halt schleichend, deshalb bemerkt unser Gehirn das nicht.
00:15:57: Kräsch erleben wir dagegen wie einen Wohnungsbrand halb Europa brennt gerade aktuell Und das ist die sogenannte Myopic Loss Aversion.
00:16:07: Wir beobachten kurzfristige Schwankungen intensiver, viel viel intensiver auch kurzfristig Entwicklung als langfristig schleichende Entwicklungen.
00:16:15: Das sehen wir auch in dem schnelle Charts Gold, Silver Bitcoin, Emergy Markets, Technology In den Bereichen wo halt viel Bewegung ist, wo wir eben nicht nur Null Komma zwei, null Komma drei Prozent pro Stunde Entwicklung haben sondern zwei, drei vier fünf oder zehn Prozent in Sekunden.
00:16:34: Da ist unser Aufmerksamkeitsspanne.
00:16:37: Ja, das heißt wir beobachten die falschen Dinge?
00:16:41: Genau!
00:16:42: Das ist perfekt zusammengefasst.
00:16:45: Stellen Sie sich einfach vor, sie würden täglich ihr Körpergewicht messen morgens mittags abends und nach jedem Kaffee...
00:16:54: Nach dem Fünfhundert Gramm Steak!
00:16:56: Na ja da, dass hat er abends.
00:16:59: Aber wenn Sie das halt machen, dann werden sie halt verrückt.
00:17:02: Vermögensaufbau genau wie viele Millionen Anleger, die schauen dann täglich ins Depot, obwohl der Horizont eben mal dreißig Jahre beträgt und es ist ja auch so leicht, genauso leicht zugreifbar und hat ja auch einen Dopamin-Ausstoß, der da förderlich ist, wenn das alles grün ist nicht für den Chinesen?
00:17:21: Da sind die Farben umgekehrt.
00:17:23: Wenn es dann rot ist und fällt hier in unseren Zonen, dann führt das letztendlich mal zu Kurzfristhandelung.
00:17:30: Und das ist halt kein Sprint am Kapital, sondern Marathon!
00:17:35: Deshalb muss man Leunfristing-Anlagehorizont haben und darüber hinaus sich nicht verunsichern lassen.
00:17:42: Das ist die Kehrseite der Medaille.
00:17:45: Risiko rendite, rendite Risiko.
00:17:49: Beides geht nur Hand in Hand Und ertrag kommt ja auch vom wörtlichen Szenär ein bisschen von ertragen.
00:17:56: Da sagen Sie was, das stimmt!
00:18:01: Einer Ihrer Sätze ist nicht der Kontostand entscheidet über Ihren Wohlstand sondern die Kaufkraft?
00:18:07: Ja und eine Million klickt natürlich beeindruckend.
00:18:10: wenn sie in dreißig Jahren nur noch sechshunderttausend Euro nach Kaufkraft stellt Laut die Frage natürlich, wie viel vermögen habe ich dann real?
00:18:20: Und konkret bei zwei Prozent Inflation sind etwa tausend Euro in dreißig Jahren nur noch rund fünfhundertfünfzig Euro wert.
00:18:27: Also es ist nach so fastem Verlust von fünfzig Prozent.
00:18:31: Das ist jetzt keine Panikmache das ist reine Mathematik.
00:18:35: dessen ist man halt sich nur so selten bewusst.
00:18:37: Deshalb ist es absolut sinnvoll dass worüber wir sprechen werden Es wird vielen helfen.
00:18:44: Ja Nee, da haben Sie absolut recht.
00:18:47: Wenn wir dann jetzt auf das Altersvorsorge-Depot konkret eingehen können sie mir das jetzt mal erklären als würden wir bei einem Fischbrötchen sitzen?
00:18:58: Sehr gerne und ich verspreche ja am Ende versteht es jeder!
00:19:01: Das Staat sagt nicht mehr nur kaufe Sicherheit sondern er fördert auch den Vermögensaufbau über den kapitalen Markt.
00:19:10: Endlich, sage ich dazu.
00:19:12: Zertifizierte Depots ohne Beitragsgarantie können künftig staatlich gefördert werden.
00:19:18: Investiert in breit gestreute Fonds und ETFs?
00:19:21: That's it!
00:19:22: Das heißt nicht so wie bei diversen Versorgungswerken wo wir ja auch schon mal eine Episode zugemacht haben, wo dann auf einmal irgendwo Wilde in irgendwelchen Einzelunternehmen- und Ferienresorts etc.
00:19:34: investiert wird sondern wirklich breit gestreute Fonds und ETFs.
00:19:38: An der Stelle vielleicht nochmal kurz der Hinweis, wir haben am Anfang einige Episoden auch zu dem Thema gemacht zum Thema diversifizieren.
00:19:48: das können wir gerne hier auch noch mal einblenden.
00:19:50: also wer sich da nochmal weiterbilden möchte die Episode empfehlen wir auf jeden Fall auch an der Stelle.
00:19:56: aber Herr Kreuz was unterscheidet das denn jetzt von einem normalen ETF-Depot?
00:20:00: Ich meine ich habe jetzt hier auch auf meinem Handy Habe ich ja auch, ne?
00:20:04: Bei meiner Hausbank oder bei einem Fintech habe ich ja schon einen Sparplan.
00:20:09: Da ist auch breit investiert.
00:20:12: Was ist jetzt der Unterschied?
00:20:15: Also ein normales Depot ist wie ein Giro-Konto jederzeit verfügbar.
00:20:19: Können Sie mit ein paar Klicks letztendlich das Geld abheben umwandeln... Stimmt!
00:20:23: Ich könnte jetzt jederzeit shoppen gehen dann davon.
00:20:26: Unter anderem also man kann die Essetklassen in unterschiedliche Vermögenswerte Allokieren.
00:20:32: Und das Altersvorsorgedepot ist ausschließlich für den Vermögensaufbau gedacht, und zwar bis zum Urstand.
00:20:38: Dafür gibt es eine Förderung- und Steuervorteile, dass es im Gegenzug zu festen Regeln für die Nutzungen der Auszahlung nachgelagerte Besteuerung bleibt.
00:20:48: Das ist also wie folgendem US-amerikanischen System – und das ist auch gut so!
00:20:52: Okay, das heißt der Staat sagt wenn wir dich also fördern Bezuschussen etc.
00:20:58: dann muss das Geld auch für die Rente wirklich verwendet werden?
00:21:01: Ja ganz genau und das finde ich auch nachvollziehbar.
00:21:04: sonst diskutieren wir da auch in zehn Jahren wieder über das staatlich geförderte Wohnimmobilie oder was auch immer.
00:21:12: Ja, okay.
00:21:12: Und wie läuft das dann?
00:21:13: Also ich sag mal... Das war ja jetzt trotzdem sehr allgemein wenn man in den Ruhestand geht aber das ist ja auch unterschiedlich.
00:21:23: Es gibt zum Beispiel meine Eltern die haben noch Glück gehabt.
00:21:28: Die sind aus der Boomer-Generation.
00:21:29: Die konnten jetzt ein bisschen früher auch in Rente gehen mit dreiundsechzig.
00:21:33: Aber wann kommt man denn hier jetzt an das Geld?
00:21:36: was sind die Voraussetzungen?
00:21:38: Wie läuft das?
00:21:40: Ohne Förderung zurückzuzahlen, frühestens zwischen dem Sechzig und Siebzigsten Geburtstag.
00:21:45: Ein Teil sofort, der ist lebenslang ohne gestreckt bis zum Vierundachtzigsten Geburtstag.
00:21:51: Verehrbar ist es nicht einfach so.
00:21:54: Da arbeiten aber auch noch ... da ist ein großes Gesetzgebungsverfahren, da arbeiten die Ivalin Gremien.
00:22:00: das ist der Preis für die Förderungen?
00:22:02: Ja, aber wenn ich mir das jetzt überlege, ich spare da was an und mir passiert was Dann ist es weg.
00:22:11: oder wie ist das dann aktuell?
00:22:13: Also die Frage ist halt, was bekomme ich vom Staat.
00:22:17: Statt einer komplizierten Riesersystematik ein Beitragsproportionale Zulage so nennt man das Das sind fünfhundertvierzig Euro jährlich plus Kinderzulage.
00:22:28: Das lohnt sich also auch wirklich mit für Familien mit Kindern förderfähig ist, eine Sparsumme bis.
00:22:35: Und das ist wirklich auch ganz außerordentlich, tausend achthundert Euro im Jahr.
00:22:41: Okay!
00:22:42: Das klingt ja jetzt schon mal einfacher?
00:22:46: Ja einfach und genau das ist der Punkt.
00:22:49: Je komplizierter ein Produkt ist desto seltener wird es abgeschlossen was man auch versteht.
00:22:53: Man kennt das ja auch.
00:22:54: Es ist das Choice Overloading in fünf Gerichte auf der Karte.
00:22:58: Sie bestellen in drei Minuten, wenn sie zwanzig, vormundzwanzig dreißig Gerichte auf einer Karte haben.
00:23:05: Oder überlegen Sie mal bei einer Weinkarte an einem guten Restaurant.
00:23:08: Am Ende kommen sie nicht zum Zug, können sich gar nicht entscheiden was sie da auswählen.
00:23:13: Deshalb Einverhalt die Wahrscheinlichkeit dass Menschen überhaupt anfangen und das ist ja das Wichtige weil der Zinses-Zinseffekt dann ist es nicht nur das siebte bzw achte Weltwunder Sondern am Ende ist es eben halt auch ein konspirativer Freund der Altersvorsorge.
00:23:34: Über viele Jahre hinweg haben sie da einen großen Hebel nach hinten raus über die Zeit.
00:23:40: Ja und sind dann nur ETFs drin oder auch aktiv gemanagt Stofffonds?
00:23:44: Wie sieht das aus?
00:23:45: Es ist kein reines ETF-Depot, das ist sehr gut.
00:23:48: verschiedene Anlageklassen sind zugelassen Sofern Sie die Förderkriterien erfüllen.
00:23:53: Die Frage ist also nicht ETF oder Fonds, sondern man kann beides kombinieren aktive Fonds mit passiven Indextrackern.
00:24:00: Welches Instrument löst welche Probleme?
00:24:02: Das muss man sich da im Grundsatz stellen.
00:24:04: ein ETF bildet günstig immer dann einen Markt ab.
00:24:09: Aktiverfond kann in schwierigen Phasen dagegen steuern.
00:24:13: Also durch aktives Management und Rotation in unterschiedlichen Assetklassen, eben halt ein Vorteil.
00:24:18: Generierende Handwerker nutzt schließlich ja auch nicht nur einen Hammer sondern hat halt auf den Akkuschrauber manchmal die Wasserwaage hoffentlich auch Handschuhe Werkzeug also Stadtreligion.
00:24:30: Der Mensch steht im Mittelfunkt nicht.
00:24:32: das Produkt ist wichtig weil es ja Bedürfnis orientiert sein soll.
00:24:37: so ist es auch gut richtig aufgesetzt jede gute.
00:24:41: Die Strategie fängt auch dort mit der Frage an, wie viel Schwankung kann ich emotional aushalten?
00:24:48: Ansonsten fördert das Kurzschlussreaktion.
00:24:52: Ich gerate in Panik und mache genau wieder das falsche Kündige etwas veränderndes, was aber mittel bis langfristig eher nachteilig
00:25:01: ist.".
00:25:02: Und viele Menschen schauen ja immer nur auf die Kosten!
00:25:05: Wie sieht es denn hier aus?
00:25:07: Ja, Kosten sind wichtig aber auch nochmal zu dem Punkt.
00:25:10: Man folgt auch nicht immer nur irgendein Trendprodukt sondern da bleibt eben halt auch vieles in der Substanz erhalten.
00:25:17: dann wenn man das einmal beginnt also kosten sind wichtig ist ein wichtiges argument dass es einen Baustein oder eine ein Instrument oder eine Funktion, die sie in diesem Gleichungssystem ja auch durchaus noch beeinflussen können.
00:25:35: Am Kapitarmarkt, die Rendite, können Sie als eigenständige Privatanleger natürlich nicht in irgendeiner Weise beeinflüssen.
00:25:42: Das können Sie aber kosten Sie nicht alles sonst führen wir alle das billigste Auto ein vertrauen in günstigsten Zahnarzt und kaufen den Preis wertestens falsch haben.
00:25:54: ob das am Ende immer gut ausgeht sei dahingestellt.
00:25:58: Also entscheidend ist, letzten Endes was wir auch ja einmal sehen an Charts.
00:26:06: Da sind die Kosten schon mit reingerechnet.
00:26:08: Das sind netto Charts wenn man sich mal mit dem Kapitalmarkt beschäftigt.
00:26:11: Aktien, Investmentfonds und was auch immer da haben sie nach Kostencharts bei Fonds aufgezählt.
00:26:18: Das heißt der Qualität und langfristige Wertentwicklung das ist wichtig.
00:26:22: für Standardprodukte gibt es künftig Obergrenzen bei den Effektivkosten und so ist das letzten Endes alles auch sehr, sehr gut dann schon in gewissen Bahnen reguliert.
00:26:33: Und was ist der Unterschied zwischen einem ETF-Sparplan dem Altersvorsorgedepot und dem alten RISTA?
00:26:42: Ja, der ETF-Sparplan ist maximal flexibel aber ohne Förderung.
00:26:47: RISDA war gefördert, war aber auch komplexer durch die Garantien, die wir gerade angesprochen haben, immer wieder ausgebremst.
00:26:55: Das Altersvorsorgedepot versucht genau diese Lücke jetzt zu schließen und das ist wesentlich.
00:27:01: Ein wesentliches, wenn nicht sogar das Kernargument, dass man da durchaus sich mal damit beschäftigen sollte.
00:27:07: Herr
00:27:08: Kreuz, warum sind denn andere Länder da weiter?
00:27:11: Weil ... das sind ja alles bekannte Dinge.
00:27:16: Aber warum ist es so?
00:27:17: Warum sind andere weiter?
00:27:18: Ja, klar!
00:27:19: Nicht unbedingt, weil die anderen Menschen dort klüger sind wie in Norwegen oder Schweden.
00:27:24: Sondern weil eben mal deren Systeme anders aufgebaut sind.
00:27:27: Ganz einfach.
00:27:28: Schweden hat kapitalgedeckte Elemente seit Jahrzehnten das fest im System verankert.
00:27:34: Ich würde schon sagen es ist eine DNA.
00:27:36: Norwegens staatlicher Ölfond ist längster Symbol für langfristig diszipliniertes Investieren.
00:27:44: Ein ganzes Land investiert dort über Generationen weg am Kapitalmarkt.
00:27:49: Das ist also wirklich auch gewachsen, auch tief in der DNA verankert und wir hatten ja gerade auch drüber gesporen im Angelsächsischem Bereich.
00:27:57: In Kanada, in Australien gibt es eine schöne Aktienkultur aber insbesondere eben halt auch in den USA die Bevölkerung viel klarer auch, weil es so stark verankert ist als in Deutschland der Fall.
00:28:13: Da haben wir in der Nachkriegszeit eine ganze Generation die in Angst etwas zügig aufbauen musste.
00:28:20: da war dann irgendwann mal die Idee ich lass mich jetzt gegen Risiken versichern.
00:28:24: da ist ja ein extremer Markt raus entstanden mit vielen Versicherungen schönen Gebäuden und vielen Dingen die der Kunde letzten eines bezahlen muss Ja, wir sind halt ein sicherheitsorientiertes Risiko vermeint das in Teilweise der Durchschnittsmichel.
00:28:42: Ein ja, ein risikuaverses Wesen und das ist auch aus der Historie heraus aber können jetzt genau dagegen auf Anlernen Kapitalmärkte als Partner zu verstehen Und nicht als Gegner.
00:28:52: Das ist wichtig.
00:28:53: Wir stehen letzten Endes an den Fließbändern produzieren Erträge verschaffen großen Unternehmen In Deutschland ansässig ordentliche Renditen Und das wird dann ausgeschüttet an die Investoren.
00:29:07: Wir arbeiten dafür, aber sind selber nicht Investor von den Unternehmen für die wir arbeiten – das macht keinen Sinn!
00:29:14: Also sicher ist es wichtig sich jetzt damit unbedingt auseinanderzusetzen zu beschäftigen und auch da den Reset-Knopf zu drücken und gut zu überlegen in welche Richtung man geht.
00:29:28: Ja, das klingt ja fast perfekt, aber warum scheitern trotzdem so viele?
00:29:33: Ja, weil Geldanlage eben halt nicht nur Mathematik ist und es wäre sehr einfach.
00:29:37: Es ist halt auch extrem psychologisch hinterlegt.
00:29:40: das ist ja auch für unser Institut immer wieder eine Leer-an-Leer-Auftrag dass wir den Menschen helfen woran sie wirklich scheitern.
00:29:49: und Anleger scheitert an ihrer eigenen Wahrnehmungspsychologie, an der Börsenpsychologe Und da muss man ran.
00:29:57: also es geht am Kapitalmarkt immer um Fehlervermeidung ordentlich breit diversifiziert zu sein.
00:30:05: Und immer über die Dauer dann das Geld auch Profis zu übertragen, die daraus mehr machen.
00:30:13: Wenn Sie zwei Anleger nehmen gleicher ETF, gleiche dreihundert Euro meinetwegen monatlich, gleichige Gebühren ... Der eine schaut halt einmal im Jahr ins Depot.
00:30:21: Ich glaube der ist in der Regel auch glücklicher.
00:30:24: Der andere da mal täglich.
00:30:27: Kann man sich jetzt aber beim ersten Kursrückgang ja vorstellen Werder eventuell hyperaktiv wird oder nervös.
00:30:34: Und wenn sie dann nochmal drüber legen nach dreißig Jahren, der Unterschied enorm glaube ich Wenn der andere da nicht schon Herzinfarkt hat.
00:30:44: Sie haben alle das gleiche Produkt aber Der eine wird vermutlich an seine Emotionen gescheitert werden.
00:30:50: Ja, also ich kann das nachvollziehen.
00:30:52: Ich schaue immer dann drauf wenn wir eine Aufnahme zusammen hatten.
00:30:58: Ich habe jetzt eine längere Zeit auch nicht darauf geschaut und es sieht gut aus!
00:31:02: Also ich hab keine Probleme.
00:31:04: von daher ist genau so breit gestreut... Alles und ich bin da auch dann, ja es ist viel entspannter so wenn man nicht jeden Tag drauf guckt.
00:31:14: Aber wichtig auch immer die Benachrichtigungen auf dem Handy einfach ausstellen.
00:31:19: Dann ist das noch einfacher!
00:31:21: Sie sagen ja auch Crash sein manchmal etwas Positives?
00:31:26: Das klingt verrückt
00:31:27: warum?!
00:31:28: Ja also nochmal kurz zu dem was sie gesagt haben... Also nicht komplett sorglos sondern man sollte schon mindestens einmal im Quartal drauf schauen oder halben Jahr oder jährlich Das Sorglos dem Banker zu überlassen, das würde ich nicht.
00:31:41: Aber wenn sie das in Form von Investmentfonds ETFs tun, tätigen... Genau!
00:31:45: Nicht im Einzeltitel in diese hoch volatilen Produkte...
00:31:50: Nee nee da habe ich mit aufgehört.
00:31:52: Dann überlassen Sie das eben halt auch den Profis.
00:31:54: So jetzt nochmal zu Ihrem Punkt.
00:31:56: Wieso sind teilweise Crashes eben halt eine schöne Situation?
00:32:00: Es ist wie im Sommer Schlussverkauf Winterjagden gibt es dann dreißig Prozent billiger.
00:32:04: Alle freuen sich, im Sommer die besten Unternehmen sind nach Crashes teilweise auch dreißig.
00:32:10: Prozent billiger.
00:32:11: viele bekommen halt Panik und in der Panik ist man dann halt schlecht beraten.
00:32:17: Wohlwirtschaftlich wird das gleiche passiert.
00:32:20: Sie können es auch in den letzten Tagen gesehen haben.
00:32:22: wenn sie letzte Woche drauf geschaut haben lang die Börsen bis zu fünf Prozent hinter dem Ergebnis wo sie heute auf eröffnet haben.
00:32:31: also Panik führt letzten Endes zu vielen Bewertungskorrekturen, die dann auch übertreiben.
00:32:38: Das ist so diese typische Pendelbewegungen das ist das sogenannte Undershooting oder Obershooting in der Theorie.
00:32:44: Dann gibt es den Framing Effekt und unser Gehirn reagiert eben halt da nicht auf Fakten sondern eben halt auf die schöne Verpackung.
00:32:52: Wenn da eben halt ein Loch drin ist und wir unsere Lieblingsauto jetzt zwanzig Prozent günstiger bekommen ist schön.
00:33:00: Bei Aktien tun wir's halt nicht.
00:33:01: Wir rennen alle raus gute Qualitätsunternehmen günstiger kaufen können.
00:33:07: Ja, und am neuen Wall da stehen wir an den teuren Handtaschen-Läden wo wir dann sechzehntausend Euro für eine kleine Handtrasche investieren, wo man auch wirklich sich fragen darf welchen Zusatznutzen hat das eigentlich?
00:33:21: Aber so ist das!
00:33:22: Alles was teuer ist, wo große lange Schlangen dahinter sind Da meinen wir uns auch noch anstellen zu müssen, dass der typische Herdentrieb Und am Kapitalmarkt, dass es genauso wenige stehen dann an der Schlange.
00:33:34: Wenn dann eben halt Unternehmen günstig bewertet sind das machen die Profis und deshalb ist es auch gut wenn man das teilweise einfach mal in andere Hände liegt.
00:33:44: Ja und wenn man jetzt über die typischen teuren Denkfehler in der Altersvorsorge spricht Die teuersten Denkfehle Herr Kreuz was steht da ganz oben?
00:33:58: In der Regel sind es ja rund hundertundzwanzig Anlagefehler, die die Wissenschaft schon identifiziert hat bei Menschen.
00:34:06: Ich denke mal wenn man da nach dem Pareto-Prinzip vorgeht dann das heißt also mit zwanzig Prozent der Fehler, die ich vermeide erzieht sich achtzig Prozent.
00:34:16: Wirkungsgrad ist doch wunderbar!
00:34:18: Die restlichen zwanzige da müsste ich ja achtzig prozent also die restlichen achtzig Prozent der Fehler sitzen letztendlich seine Vielzahl noch zusätzlich berücksichtigen, das macht dann unter Effektivitätsgesichtspunkten keinen Sinn.
00:34:31: Also es sind acht Fehler die wir immer wieder auch in unseren Podcasts besprechen, die wir auch in unsen Vorträgen bei Anlegermessen, bei Vortragen an Universitäten und bei Konsumskassen in Stiftung.
00:34:44: Wir halten eine Vielzahl an Vortregen man kann das ja auf unsere neu gestalteten Internetseiten durchaus nochmal nachlesen.
00:34:52: Sind also acht Fehler.
00:34:55: Erstens, ich fange zu spät an.
00:34:57: Das sogenannte Present-Bias.
00:34:59: der größte Gegner ist halt nicht der Zinseszins sondern das ist diese Aufschieberitis pro Prastination nennt man das auch.
00:35:08: also wir lernen von Kindbeinen auf Dinge die uns nicht so leicht fallen eben halt aufzuschieben das macht keinen Sinn sondern eben halt dicken Bretter zuerst bohren.
00:35:18: Das macht Sinn und dann über diese Zeit das laufen zu lassen.
00:35:21: Der zweite ganz wesentlich Fehler, ich warte auf den perfekten Einstiegszeitpunkt.
00:35:26: Das ist Markt-Timing Illusion.
00:35:29: Wer wartet verliert meistens?
00:35:31: Das hat auch schon Gorbatschow gesagt.
00:35:34: also durch Timing wird man wenn man nicht nah am Kapitalmarkt ist... Ich bin sechzehn Stunden tagtäglich mal dem Kapitalmark beschäftigt.
00:35:44: Dann muss man sich halt selber mal als Privatanleger überlegen, wenn ich da zehn Minuten vielleicht am Tag reinschaue ob man dann wirklich auch dann Vorteile sieht während andere Profis irgendwann das morgens bis nachts auch konsequent machen.
00:35:59: So der dritte Fall ist der Kurs fällt und ich denke ich muss jetzt raus.
00:36:04: also Loss Aversion.
00:36:05: dieser Effekt ist wissenschaftlich durch den Euro Finance Behaviour Finance wirklich dokumentiert.
00:36:13: Ich verkaufe im Tiefmach aus irrationalen oder nicht materiellen Buchverlusten, echte Verluste.
00:36:20: Immer wieder passiert es.
00:36:21: das ist einer der wesentlichsten Fehler und die andere Seite ist halt aus alle kaufen muss dann halt auch richtig sein.
00:36:30: Herdentrieb ja ich folge de Herde und ich schaue halt nur auf Ersche.
00:36:34: Das ist das Problem bei der Herde.
00:36:37: sich jedem halt auch mal gegen den Trend zu stellen macht durchaus viel mehr Sinn.
00:36:41: Also nicht am Höhepunkt zu kaufen, sondern eben auch wenn es ein bisschen weh tut.
00:36:45: Das haben wir ja auch schon häufiger gesagt.
00:36:47: Wenn sich etwas nicht gut anfühlt dann wird das gerade im Kapitalmarkt oftmals mit höheren Renditen gesegnet.
00:36:53: also anti-zyklisch innenfallende Märkte reinzukaufen dass ist jetzt hier keine Produkt oder Anlageempfehlung.
00:37:00: aber im Grundsatz Mittel bis langfristig immer günstig kaufen teuer verkaufen das ist das Prinzip was wir im Supermarkt immer wieder durchführen, aber was wir am Kapitalmarkt halt nicht herzlich machen.
00:37:12: Fünfter ganz wesentliche Punkt ich kann am Markt besser einschätzen und das kann nicht besser als es der Experte tut dass sie sogar eine Tovo-Confidence.
00:37:22: Wir Männer unterliegen diesen Fehler umso mehr als Frauen.
00:37:29: die sind stärker reflektiert.
00:37:30: auch erfahrenen Anlegern passiert das immer wieder.
00:37:34: Sie überschätzen sich Das passiert systematisch Und da ist das Ego größer als die Rendite.
00:37:40: Also wir überschätzen nicht mal unsere Prognosefähigkeit, dann gibt's halt den sechsten Punkt Ich brauche Sicherheit.
00:37:46: Das ist die sogenannte Kontrollillusion.
00:37:48: Wer absolute Sicherheit erzwingen will Der führt sein Depot auf sogar negative Renditen Weil Absicherung kostet.
00:37:55: Das nimmt Rendite vom Depot Man kann das auch überversichern und dann sind wir nah an dieser Versicherungskultur Die wir in Deutschland leider haben.
00:38:06: ist das Ausland um uns rum in der Europas besser eine Altersvorsorge versorgt als wir es aktuell sind, obwohl wir die Renditen eben halt auch innerhalb Kerneuropas oder für eine hohe Rendite verantwortlich sind.
00:38:19: Der siebte Punkt ich kontrolliere jeden Tag mein Depot da hatten wir schon darüber gesprochen dieser Kurzfristfokus wer häufiger hinschaut führt halt für sich selber da in Versuchung Fehlentscheidungen zu treffen.
00:38:32: Und der Achte, das ist der letzte Punkt.
00:38:34: Das sind meine Altersvorsorge ... Ist ein Finanzprodukt.
00:38:38: Ja?
00:38:39: Mental Accounting, wir trennen das.
00:38:41: Der teuerste Fehler ist halt genau dieser Denkfehler.
00:38:44: Ähm, das muss man halt versuchen.
00:38:47: Also altersvorschung ist kein Produkt.
00:38:50: Altersvorlage ist ein Verhalten wie wir uns am Kapitamarkt verhalten.
00:38:55: Darüber erzielt man ordentliche Renditen.
00:38:57: Das war jetzt ein langer Exkurs, aber acht wesentliche Punkte... Noch mal wichtig!
00:39:01: ... war doch wesentlich das einmal zusammenzufassen.
00:39:05: Ja und welcher begegnet Ihnen denn am häufigsten?
00:39:08: welche Denkfehler?
00:39:10: Eins und sieben, das ganz spontan zu spät anfangen und danach zu oft ins Depot schauen.
00:39:16: beides löst ein einziges Werkzeug aus einen automatisierter Sparplan den man laufen lässt und das wissen auch alle Zuhörer zum Fünfzehnten, noch nicht zum ersten eines Monats.
00:39:26: Genau!
00:39:26: Das
00:39:27: ist der Monatsultimoeffekt, dem am Anfang...
00:39:29: Wahnsinn also acht Denkfehler, acht Wege wie unser Gehirn uns Rendite kostet ja?
00:39:37: Und die spannendste Frage, die kommt ja auch erst noch Herr Kreuz
00:39:43: Ja für wen sich das Depot wirklich lohnt und für wen eher nicht
00:39:48: Genau, und an der Stelle haben wir uns nicht nehmen lassen eine Doppelfolge aufzunehmen.
00:39:53: Denn in der nächsten Folge gehen wir genau darauf noch mal ein!
00:39:57: Wir haben auch im Vorfeld mal Fragen gesammelt und wir werden die größten Mythen nochmal in einen Faktencheck packen und natürlich auch wieder kritisch durch Herrn Kreuz alles beleuchten.
00:40:11: Und ja das kommt dann aber in der nächste Episode von Börsenbränen
00:40:17: Und der wichtigste Satz, der ganzen Sendung kommt auch zum Schluss.
00:40:21: Ja, dran bleiben lohnt sich.
00:40:24: Also auf jeden Fall dem Podcast abonnieren.
00:40:26: wenn sie es noch nicht getan haben und wenn's ihnen gefallen hat sowieso immer gerne auch bewerten weil dann können wir dafür sorgen dass das auch weiterhin und in Zukunft werbefrei bleibt.
00:40:38: ja und vor allen Dingen auch mit dem Fokus auf Finanzbildung.
00:40:42: daher auf jeden fall abonnieren auf allen Plattformen wo es podcast gibt damit Sie auch teil zwei nicht verpassen.
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